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Pharmakonzern Schering
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Schering erwartet zweistelligen Gewinnanstieg

Berlin (dpa) - Nach einem Rekordjahr 2000 erwartet der Pharmakonzern Schering auch für 2001 wieder ein zweistelliges Gewinnwachstum.

Im vergangenen Jahr steigerte Schering seinen Konzerngewinn um 24 Prozent auf 336 Millionen Euro. Es war das fünfte Rekordjahr in Folge für das Berliner Traditionsunternehmen. Mit einem Umsatzanstieg von 22 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro sei Schering doppelt so schnell wie der weltweite Pharmamarkt gewachsen, sagte Vorstandschef Giuseppe Vita am Freitag bei der Vorlage der Bilanz 2000. Mit neuen Produkten wolle das Unternehmen auch weiterhin Marktanteile zugewinnen.

Das Betriebsergebnis stieg im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf 640 Millionen Euro (1,23 Milliarden DM). 2001 werde es wegen hoher Marketingkosten für neu eingeführte Produkte aber nur einstellig wachsen, kündigte Finanzvorstand Klaus Pohlean.

Aus der 24-Prozent-Beteiligung am Pflanzenschutzhersteller Aventis CropScience erwarte Schering in diesem Jahr einen deutlich positiven Gewinnbeitrag. Im vergangenen Jahr hatten hohe Rückstellungen bei der Aventis-Tochter den Pharmakonzern mit 59 Millionen Euro Verlustanteil belastet. Er wurde durch Finanzanlagen ausgeglichen.

Während die Erträge in Europa und Japan zulegten, sanken sie im Wachstumsmarkt USA um 28 Prozent auf 42 Millionen Euro. Vita kündigte an, nach seinem Ausstieg als Vorstandsvorsitzender in diesem Jahr in den Aufsichtsrat wechseln zu wollen. Nach zwölf Jahren als Vorstandsvorsitzender scheidet er nach der Hauptversammlung am 26. April aus Altersgründen aus. Sein Nachfolger wird Personalvorstand Hubertus Erlen. Vita war 1989 als erster ausländischer Vorstandschef bei einem deutschen Unternehmen angetreten.

18 Prozent des Umsatzes flossen im vergangenen Jahr in Forschung und Entwicklung. Mit dem Hauptumsatzträger Betaferon zur Behandlung von Multipler Sklerose erlöste Schering im vergangenen Jahr 593 Millionen Euro, das sind 31 Prozent mehr als 1999. Vita betonte, das vierte Quartal 2000 sei das beste in der mehr als 100-jährigen Firmengeschichte gewesen. In diesem Jahr will Schering 230 Millionen Euro allein in den Ausbau seiner Produktionsanlagen stecken. Wie bereits vorher angekündigt erhöht Schering seine Dividende um 34 Prozent auf 0,67 Euro pro Aktie plus einen Bonus von 0,33 Euro.


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