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| Swatch-Erfinder macht
mit Luxusuhren gute Gewinne Biel (dpa) - Der weltgrößte Uhrenkonzern, die Schweizer Swatch Group, hat im vergangenen Jahr neue Rekordmarken gesetzt. Besonders viel Geld machte das Unternehmen, das mit Plastikuhren berühmt wurde, im Luxussegment. Konzernchef Nicholas Hayek will auch in Zukunft auf Luxusuhren und vor allem -schmuck unter den Marken Breguet, Swatch, Omega und Léon Hatot setzen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in Biel mit. Die Veröffentlichung der Zahlen war für Freitag vorgesehen. Der Aufsichtsrat beschloss auf seiner Sitzung jedoch angesichts der Kurseinbrüche die sofortige Publikation. Im Zuge der allgemeinen Aktienturbulenzen hatten die Swatch-Titel um mehr als vier Prozent nachgegeben. Der Konzerngewinn kletterte um 47,6 Prozent auf 651 Millionen Franken (423 Mio Euro/ 827 Mio DM), der Umsatz um 17,6 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis stieg um 39,7 Prozent auf 714 Millionen Franken. Das oberste Luxusuhrensegment mit dem Marken Breguet, Blancpain und Omega und seit vergangenem Jahr auch Glashütte Original legte nach Angaben von Swatch beim Umsatz 30 Prozent zu. Das Unternehmen sieht weiteren beste Entwicklungschancen. Mit Fertiguhren machte Swatch im vergangenen Jahr 3,1 Milliarden Franken Umsatz, 14,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Gewinn (EBIT) stieg 28,5 Prozent auf 559 Millionen Franken. Uhrwerke und Komponenten brachten 1,4 Milliarden Franken Umsatz (plus 18,7 Prozent) und 80 Millionen Gewinn, ein Anstieg von mehr als 1 000 Prozent. Swatch will mit dem bereits beschlossenen Investitionsprogramm im Umfang von zwei Milliarden Franken vor allem die Luxusmarken ausbauen, in den Schmuckbereich vordringen und neue Läden eröffnen. Die Markttests mit Schmuck von Breguet und Swatch seien erfolgreich verlaufen. Die Kollektionen sollen ausgebaut werden. Swatch will für Breguet und Omega eigene Geschäfte eröffnen und in den USA mit «E- Commerce Sites» Geschäfte machen. Dazu kündigte der Konzern neue mechanische Uhren «komplexester technischer Bauart» an. Die Aktionäre sollen von dem Ergebnis kräftig profitieren: Das Unternehmen schlägt statt einer Dividende eine Nennwertrückzahlung von 5,50 Franken pro Namensaktie und 27,50 Franken pro Inhaberaktien vor. Das ist für Aktionäre steuerfrei. Die Aktien sollen im Verhältnis 1 zu 10 gesplittet werden, wie es ein neues Gesetz ab 1. Mai erlaubt. |
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