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Rugova fordert mutige Problemlösung

Berlin (dpa) - Der Kosovoalbaner-Führer Ibrahim Rugova hat der mazedonischen Regierung vorgeworfen, zu lange die Probleme im Land ignoriert zu haben.

«Die Regierung muss die Forderungen der Albaner hören, sonst bekommen die Radikalen Oberwasser und es könnte zu einem sehr scharfen Konflikt kommen», sagte Rugova am Freitag in Berlin. Rugova ist Vorsitzender der gemäßigten Demokratischen Liga des Kosovo (LDK), die bei der Kommunalwahl im vorigen Oktober mehr als 60 Prozent der Stimmen erhalten hatte.

Auch auf mehrere Nachfragen wollte Rugova die Angriffe albanischer Extremisten im Norden Mazedoniens nicht ausdrücklich verurteilen. Das sei nicht die Frage, sagte er. Es gelte, die Probleme zu lösen. Es habe lange Zeit Schwierigkeiten für die Albaner gegeben, die nicht gehört worden seien. Er rief die mazedonische Regierung dazu auf, die Probleme mutiger zu lösen. Es selbst habe versucht, durch Kontakte zur mazedonischen Regierung die Lage zu entspannen.

Rugova forderte erneut die Unabhängigkeit für das Kosovo. Dann würde auch die Lage in Mazedonien ruhiger. «Ein unabhängiges Kosovo würde beruhigend auf die ganze Region wirken», sagte er.

Der Albanerführer im Kosovo führt seit Mittwoch politische Gespräche mit der Bundesregierung und Parlamentariern in Berlin.


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