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| Wieder Kämpfe um Krisenstadt Tetovo | |
Skopje/Tetovo (dpa) - Nach einer mehrstündigen Feuerpause sind am Freitagmittag erneut Kämpfe im Umkreis der nordmazedonischen Krisenstadt Tetovo ausgebrochen. In der Stadt waren starkes Maschinengewehrfeuer und Detonationen von Mörsergeschossen zu hören. Es gab zunächst keine Einzelheiten über eventuelle Opfer. Es wurde auch von Schießereien bei Kumanovo, nahe der Grenze zu Jugoslawien, berichtet. Zuvor waren Augenzeugen von einer Beruhigung der Lage ausgegangen. In den Vortagen hatten sich bewaffnete Albaner der Nationalen Befreiungsarmee UCK heftige Kämpfe mit der Polizei geliefert, bei denen es Tote und Verletzte gab. Außenminister Joschka Fischer wird in Skopje zu Gesprächen mit der mazedonischen Staatsspitze und den politischen Vertretern der Albaner erwartet. Am Donnerstagabend waren rund um die nordmazedonische Stadt Tetovo neue Kämpfe zwischen starken Polizei- Einheiten und albanischen Rebellen ausgebrochen. Der Polizeichef der mazedonischen Albaner- Hochburg Tetovo, Rauf Ramadani, forderte eine schnelle politische Lösung. In der von mehreren Volksgruppen bewohnten Stadt könne es sonst zu einer Explosion der Gewalt kommen, sagte Ramadani in der Nacht zum Freitag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Tetovo. Mit den Gefechten, die in der Nacht andauerten, wollten die Guerillakämpfer die Stimmung in der Stadt kippen lassen. Wenn es so weiter geht, werden wir hier ein zweites Sarajevo haben, sagte der Polizeichef, der der albanischen Regierungspartei DPA angehört. Er befürchte, dass Albaner und Mazedonier in der Stadt auf eine bewaffnete Konfrontation zusteuern, wenn die Rebellen der selbst ernannten «Nationalen Befreiungsarmee» (UCK) an Sympathie gewinnen. Augenzeugen vor Ort berichteten von heftigen Schusswechseln und Detonationen. Nach unbestätigten Berichten versuchen die Sicherheitskräfte, die Extremisten aus einigen Vororten zu vertreiben, von denen aus die Rebellen die Übersicht und Kontrolle über die zweitgrößte mazedonische Stadt hatten. Die Rebellen hatten diese Stellungen, nur wenige hundert Meter vom Stadtzentrum entfernt, in der Nacht zum Donnerstag eingenommen. Es gab zunächst keine Angaben über eventuelle Opfer. In Tetovo ist die Polizei selbst auf den Straßen nicht mehr sicher, wie aus den Worten des Beamten deutlich wurde. «Wir können unsere Polizisten nicht in der Nacht auf die Straßen schicken, weil sie dann zu Zielscheiben werden» sagte Ramadani. Die Entwicklung setze ein großes Fragezeichen über die Zukunft. Der Polizeichef sagte: «Wir haben das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft verloren.» |
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