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| Formel 1-Teams wollen mehr Geld | |
Melbourne (dpa) - Der Machtkampf in der Formel 1 ist um einen neuen Aspekt erweitert worden. Nach dem Ringen um die Besitzverhältnisse an Bernie Ecclestones Holding SLEC und den Spekulationen um die Fernseh-Zukunft möchten nun die Teams mehr Geld aus der Fernseh-Kasse des Briten haben. «Wir möchten ein größeres Stück von den TV-Einnahmen», sagte McLaren-Chef Ron Dennis am Wochenende in Melbourne. Auch Ferrari- Präsident Luca di Montezemolo ging mit dieser Forderung an die Öffentlichkeit. «Unser Ziel ist es, dass die Teams mehr vom Kuchen bekommen», sagte der Italiener der englischen Fachzeitschrift «autocar». Offenbar fühlen sich die Rennställe beim Blick auf die großen amerikanischen Publikumssportarten wie Basketball, Football und Baseball benachteiligt. «Man sollte sich mal die prozentuelle Verteilung bei NBA, NFL, MLB und Nascar ansehen», so Dennis. In der Formel 1 ist die Verteilung der Gelder ebenso wie das Reglement im so genannten «Concorde-Abkommen», dem «Grundgesetz» der Weltmeisterschafts-Serie, zwischen den Rennställen, dem Internationalen Automobilverband (FIA) und Ecclestone festgelegt. Demnach erhalten die Teams 40 Prozent der TV-Einnahmen, die pro Jahr insgesamt geschätzte 400 Millionen Mark betragen. Der Rest geht an die FIA und an Ecclestone. Etwa 20 Prozent der Team-Etats werden durch diese Prämien sowie durch die Reisekostenerstattung refinanziert. Die Budgets der Rennställe werden immer größer. Das Fachmagazin «F1 Racing» taxierte die Etats von Ferrari und McLaren auf über 500 Millionen Mark. Danach folgen in der Rangliste BAR, Williams-BMW und Benetton mit je angeblich rund 400 Millionen Mark. Zwei Möglichkeiten gibt es nach Ansicht von Dennis, den Einnahmen- Verteilerschlüssel zu Gunsten der Teams zu verändern. Entweder warte man ab, bis das derzeitige «Concorde-Abkommen» 2007 ausläuft. Oder die Beteiligten würden sich vorzeitig darauf einigen, das Vertragswerk zu modifizieren. Unabhängig vom Interesse an den Einnahmen bekräftigten die Automobil-Vertreter nach der Mehrheitsübernahme der Kirch-Gruppe an der Ecclestone-Holding SLEC ihr Streben nach mehr Macht in der Formel 1. «Ich denke, Bernie Ecclestone hat einen guten Job für die Formel 1 und für sich gemacht», sagte Ferrari-Präsident di Montezemolo: «Aber wir, die Teams, sind die Handelnden und wollen eine größere Einflussnahme auf das Geschäft haben.» Dennis geht es um «stabile Verhältnisse» in der Zukunft. |
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