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| Briten streiten über Unterhose | |
London (dpa) - Geht ein lockerer Mann unten ohne aus dem Haus? Diese Frage beschäftigt die Briten, seit der Fußballspieler Lee Bowyer vor Gericht gebeten wurde, die Hose anzuziehen, die er bei einem Überfall auf einen asiatischen Studenten getragen haben soll. Auf die Frage des Richters «Tragen Sie Unterwäsche?» antwortete der Angeklagte kurz: «Nein.» Daraufhin wurde er aufgefordert, sich zum Hosenwechsel zurückzuziehen. Das Gespött der britischen Presse war ihm sicher. Doch nach und nach outen sich immer mehr Unterhosen- Gegner. Der Kolumnist David Robson schrieb am Freitag, nach allem was man wisse, hätten sich weder Jesus noch Gandhi Unterhosen zugemutet. «Unterhosen sind ein Ausdruck der Unterdrückung und werden nur von Neurotikern getragen, die befürchten, ihre Körperfunktionen könnten außer Kontrolle geraten, oder von Feiglingen, die Angst vor dem Reißverschluss haben. Aber wenn ein Mann noch nicht mal kompetent genug ist, seine Weichteile zu schützen, wie soll er dann mit einer Frau, einem Kind, einem Auto oder gar einer Kettensäge umgehen können?» Robsons jüngerer Gegenpart Dominic Utton führte dagegen aus, manche Unterhosen-Verächter meinten vielleicht, sie könnten in eine Situation geraten, wo das Herablassen ihrer Anzughose «eine wie auch immer geartete positive Reaktion hervorrufen könnte. Doch auch auf die Gefahr hin, dass nicht jeder meinen Sinn für Ästhetik teilt: Gewisse Dinge sehen so lächerlich aus, dass sie am besten bis zum letzten Moment unter Verschluss gehalten werden sollten.» |
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