
Sie befassen sich mit Treibsand, fabrizieren eine Einwickelfolie, die nach Zitrone schmeckt, und erkunden, wie lange eigentlich Teelichter brennen: Hildesheims Jungforscher - die Teilnehmer der Wettbewerbe "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren".
2012 findet der Regionalwettbewerb Hildesheim "Jugend forscht - Schüler experimentieren" am 15. und 16. Februar statt.
2011 haben 239 Teilnehmer beim 15. Hildesheimer Regionalwettbewerb vom 16. bis 18. Februar insgesamt 115 Projekte vorgestellt. Das waren so viele wie noch nie. Auch niedersachsenweit stand Hildesheim mit dieser Zahl an der Spitze: Kein anderer Standort im Land konnte so viele Jungforscher aufbieten. Die jüngsten Teilnehmer, die bei "Schüler experimentieren" starteten, waren gerade mal neun Jahre alt. Bei ihnen waren vor allem Physik- und Technikprojekte beliebt. Bei den älteren Schülern standen Mathe, Informatik, Physik und Biologie an erster Stelle.

Die Arbeiten der jungen Forscher wurden 2011 zum ersten Mal in der Halle 39 ausgestellt. Die Abschlussveranstaltung wurde in der Universität Hildesheim ausgetragen. Für die Besten ging es beim Landeswettbewerb in Clausthal ("Jugend forscht", 14. bis 16. März) und Oldenburg ("Schüler experimentieren", 24. bis 26. März) weiter.
Alle Teilnehmer und alle Projekte der vergangenen Jahre finden Sie hier
2012
2011
2010
2009
2008
2007
In den 60er Jahren startet der damalige stern-Chefredakteur Henri Nannen eine Initiative, um den Nachwuchs an jungen Wissenschaftlern in Deutschland zu fördern – und rief 1965 Jugend forscht ins Leben. Das Vorbild aus den USA heißt "Science Fairs" – und hat dort eine lange Tradition.
In der ersten Wettbewerbsrunde waren es "nur" 244 Mädchen und Jungen, die sich beteiligten. Zur Jubiläumsrunde 2005 meldeten sich knapp 9.000 Jugendliche an, davon immerhin 38 Prozent Mädchen. 1966 waren es nur 8 Prozent gewesen. Insgesamt haben sich in über vier Jahrzehnten rund 140.000 Nachwuchswissenschaftler an den Wettbewerben Jugend forscht und Schüler experimentieren beteiligt.
129 Projekte nahmen 2008 in Hildesheim am Wettbewerb teil, eines mehr als im Vorjahr. Die Teilnehmer reihen sich ein in eine große Schar Hildesheimer Jungforscher: 1.159 Projekte wurden in zwölf Jahren bis 2008 vorgestellt. Die meisten vom Scharnhorstgymnasium (498), mit Abstand gefolgt von der Goetheschule (124) und der Marienschule (100). Zum ersten Mal fand 2008 die Vorstellung in der Sporthalle der Hildesheimer Universität statt und nicht bei Coca-Cola in Bavenstedt.
Bei „Jugend forscht“ gibt es immer wieder Erfindungen, die Menschen mit Behinderungen den Alltag erleichtern. Die christliche Hilfsorganisation Christoffel-Blindenmission hat sich vor einigen Jahren entschlossen, solche Entwicklungen mit Sonderpreisen auf Landes- und Bundesebene zu fördern. In Niedersachsen bekommt im Jahr 2009 der Hildesheimer Scharnhorstschüler Dirk Göttsche den Preis. Der 18-Jährige hat eine Computermaus vorgestellt, die der Benutzer nur mit Hilfe seiner Augen steuern kann. ...mehr
Der 19-jährige Borsumer Denis Möller gewinnt mit einer Arbeit über die geografische Struktur des Raumes Hildesheim einen ersten Preis auf Bundesebene bei „Jugend forscht“. Seine Schwester Katharina, Bruder Marco (war schon mal dritter Bundessieger), sein Vater Klaus Möller und die ganze Familie sind mächtig stolz auf den Sprössling, den sie zur Preisverleihung nach Freiburg begleiten. ...mehr
Nina Tebel, Auszubildende bei der Sparkasse Hildesheim, hat eine Blinkerabschalt-Erinnerung für Motorräder mitentwickelt. Die Idee dazu entstand 2003 in einem Café in Lüchow. Damals saß die Schülerin mit ihren Freunden Christian Schmedt und Hauke Günther beisammen. Die beiden Jungen mussten einen Riesenschreck verdauen. Mit einem Motorroller waren sie unterwegs, wurden von einem abbiegenden Autofahrer fast gerammt. „Aber ihr habt doch links geblinkt“, hatte sich der Fahrer entschuldigt. Tatsächlich: Der Rollerfahrer hatte vergessen, den Blinker abzuschalten. ...mehr
Beim Bundesfinale von „Jugend forscht“ an der Uni Saarbrücken gewinnen die ehemaligen Scharnhorst-Schüler Cornelius Bode, Martin Fiebig und Jan Wagner (von links) den zweiten Platz im Fachgebiet Technik – und erhalten obendrein den Preis des Präsidenten des Vereins Deutscher Ingenieure, der mit 1.000 Euro dotiert ist. Mit ihrem Projekt „Musik aus dem Netz“ haben sie sich gegen mehr als 200 Jungforscher behauptet. ...mehr
Der 18-jährige Sascha Sebastian Haenel vom Scharnhorst-Gymnasium siegt beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht". Für seinen mobilen Multicontroller, der die Datenübertragung per Handy um ein Vielfaches beschleunigt, erhält der Gymnasiast in Paderborn beim 35. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ zwei Preise. Zum einen wird der 18-Jährige mit dem ersten Preis im Fachgebiet Technik ausgezeichnet, zum anderen bekommt er den Sonderpreis des Bundespräsidenten. ...mehr
1984 nahm der Andreaner Erck Elolf bei „Jugend forscht“ teil und wurde mit seinen Schulfreunden Thomas Olszowy und Kai Sundmacher auf Anhieb Bundessieger in Chemie - als erster Hildesheimer überhaupt. Heute hat Elolf promoviert, ist Facharzt für Neurochirurgie, Radiologie und Neuroradiologie. Seine Erfahrung bei „Jugend forscht“ möchte er nicht missen. Der Wettbewerb hat ihn geprägt, seinen Weg immer begleitet. ...mehr