Goodbye Vancouver
Der letzte Eintrag aus Vancouver. In 10 Minuten geht es zum Flughafen.
Die Koffer sind gepackt und alles ist verstaut.
Die Heimat ruft...und das ist auch gut so.
Und in seinen Geburtstag "reinzufliegen", dass hat auch schon was.
Wahrscheinlich der "längste" Geburtstag in meinem Leben. ;-)
Man munkelt, dass wir dem Blog erhalten bleiben auch wenn es in einer anderen Form sein wird. Überraschung!
Also, alle die Spaß an diesem Blog hatten sollten ab und zu nochmal reinschauen.
Der "Bloggern" aus dem Ausland weiterhin viel Spaß.
In diesem Sinne: Thanks for your attention.
Freitag Abend...Garagenparty bei mir. Erscheinen Sie, sonst weinen Sie. ;-)
Abschied
Tobias Otto & Marian Naase,Vancouver, Richmond
Die letzten Tage in dieser wundervollen Stadt sind angebrochen. Der Abschied steht bevor. In der Richmond Secondary High war es am Freitag soweit. Die Ruhe nach dem Sturm erlebten wir am Sonnabend in Whistler. Und Flausen wachsen uns auch nicht mehr aus dem Kopf.
Ein Protokoll der vergangenen Woche:
Montag, 3 pm: Das letzte Mal „German Kids Richmond“. Der Abschied viel schwer, trotz einiger Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten mit den Schülern, letztlich hat man sie doch ins Herz geschlossen. Ob sie die deutsche Sprache besser beherrschen wird die Zukunft zeigen.
Mittwoch, 8 am: Unterricht an der Richmond Secondary High. In der letzten Stunde des Tages wird es nochmal haarig.
„Colts for the Cure“ heißt die Aktion, die an diesem Tag stattfindet. „Colts“, so wird die Schule genannt, die auch an der Hauswand einen großen Hengst abgebildet hat. Bei dieser Veranstaltung ging es darum, Kindern zu helfen, die an Krebs leiden. Dafür wurde denen, die dazu breit waren, eine Glatze geschnitten.Die Haare der Schülerinnen und Lehrerinnen wurden um mindestens 10 cm abgeschnitten, um daraus Perücken herzustellen. Um allerdings die Lehrer und Schüler zu einer Glatze bewegen zu können, wurden Spenden gesammelt. Knapp 4000 Dollar kamen zusammen und eine Menge Haare fielen herab. So auch die Haare des "Student-Teachers" Mr. Tobi, der den Haarschneider davon überzeugen konnte, wenigstens einen Millimeter auf dem Haupt zu lassen. Viele männliche Lehrer und als finaler Abschluss sogar der Schulleiter ließen sich die Frisur entfernen – für einen guten Zweck. Kaum vorzustellen, dass dies an einer Schule in Deutschland passieren könnte.





Freitag, 2 pm: Ein letztes Mal unterrichten, die Conga-Tommeln sprachen an diesem Tag und die Zeit an der Highschool war vorüber. Viele neue Erkenntnisse nehmen wir aus diesem Praktikum mit, ebenso wie neue Ideen und ein wenig Kopfschütteln über die ein oder andere Angewohnheit. Der Abschied fiel auch hier nicht leicht. Es geht weiter.

Sonnabend, 11 am: Die Fahrt nach Whistler bei bestem Sommerwetter. Dass hier die Olympischen Spiele stattgefunden haben, mag man aufgrund des Wetters gar nicht für möglich halten. Es sind wunderbare Bilder, die wir in einer Höhe von 1800 Metern wahrnehmen. Stille. Immer noch sind Touristen vor Ort werden es bis zum Beginn der Paralympics auch sein, aber es ist anders als zuvor.



Am Abend fahren wir erneut über den Sea-to-Sky-Highway zurück nach Vancouver. Es ist immer noch „unsere“ Stadt und wird es auch fürs erste bleiben.
Für ein Resume ist es noch zu früh und es wird noch ein wenig dauern bis wir letztendlich verstanden haben, was diese letzten fünf Monate für uns gebracht haben und was wir hier alles erleben durften.
Ein großer Dank an unsere Eltern, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, danke an alle Blogleser und danke an die HiAZ für diese Plattform.
In diesem Sinne: Home is where your heart is!
P.S: Wir kommen nur zurück, wenn es endlich wieder warm wird in Deutschland. Hier ist Frühling...


Da bin ich wieder...weg
Vielleicht können sich noch ein paar von euch an mich erinnern. Ich habe bereits während meines Aufenthalts in Sevilla, wo ich ein Jahr lang gelebt habe, berichtet. Nun bin ich gerade für ein sechswöchiges Praktikum im Europäischen Parlament in Brüssel. Als ich bei der CDU-Fraktion im Stadtrat ein Praktikum im September letzten Jahres gemacht habe, lernte ich die Europaabgeordnete Frau Quisthoudt-Rowohl kennen. Zu meinem Glück sprach sie mich wegen eines Praktikums in Brüssel an und ich sagte natürlich zu. Wie kann man denn auch so ein Angebot abschlagen.
Im Gegensatz zu Sevilla waren die Vorbereitungsmaßnahmen etwas anders. Während ich in Sevilla erstmal „planlos“ anreiste, ohne eine Wohnung, kümmerte ich mich bereits in Deutschland um eine Bleibe in Brüssel. Ich habe mehrere e-mails geschrieben und Telefonate geführt. Schließlich bekam ich Ende Januar eine Zusage, was angesichts des zeitlichen Abstands zum Praktikumsbeginn am 15. Februar auch höchste Zeit war. Insgesamt waren die Telefongespräche ganz lustig. Ich kann nur wenig französisch sprechen und trotzdem ist es mir gelungen, mich auf französisch zu verständigen. Glücklicherweise kommt meine Vermieterin aus England, so dass es absolut kein Problem ist, sich mit ihr zu unterhalten.
Ein zweiter Unterschied liegt in der Hinreise. Während ich nach Sevilla geflogen bin, bin ich nach Brüssel mit dem Auto gefahren. Es erwies sich insgesamt als praktischer und kostengünstiger. Außerdem bietet es sich damit auch an, mal nach außerhalb zu fahren, etwa Lille in Frankreich, das etwa 100 Kilometer entfernt ist oder Anderlecht. Mal sehen ob ich dazu komme, denn in jedem Fall geht das Praktikum vor. Die Autofahrt war schon ziemlich anstrengend. Die Route führte von Hannover nach Oberhausen, dann etwa 50 Kilometer durch Holland und ab der belgischen Grenze etwa 100 Kilometer nach Brüssel. Zwar ließ der Schnee ab dem Ruhrgebiet immer mehr nach, doch in Brüssel musste ich erstmal 40 Minuten durchs Zentrum fahren, bis ich den Weg zu meiner neuen Wohnung gefunden habe. Allerdings habe ich nie nach dem Weg fragen müssen oder besser gesagt ich habe nie nach dem Weg gefragt, nein, so etwas machen wir Männer normalerweise nicht oder besser gesagt machen wir das nur im äußersten Notfall, wenn wirklich alle Optionen ausgeschöpft sind und nichts mehr geht.
Eine gewisse Parallele zu Sevilla besteht darin, dass ich bereits eine Freundin in Sevilla hatte und in Brüssel einen Freund habe, den ich in Sevilla kennen gelernt habe. Mit ihm werde ich bestimmt einige Besichtigungstouren unternehmen.
Was die ersten Eindrücke betrifft, so ist Brüssel ein wirklich komplexe Stadt. Stellte man einen Vergleich mit einer deutschen Stadt an, so würde ich sagen, dass sie sich etwa zwischen Frankfurt und Berlin bewegt. Viele große Gebäude aus Glas und zwischendrin kleine Parkanlagen und natürlich Monumente. Ich hoffe euch viele der Monumente zeigen zu können. Meine Wohnung ist etwa 30 Minuten vom Parlament entfernt, vom Zentrum etwa 45 Minuten. Sie ist sehr klein, etwa 8 Quadratmeter klein, also man nehme ein Bett, ein Schrank und ein Tisch und das Zimmer ist voll. Vom Zustand des gesamten Hauses lässt sich sagen, dass es…bescheiden ist. Teilweise etwas unhygienisch, aber für mich ist es nicht schlimm, da es sich ja nur um sechs Wochen handelt und ich ja auch nicht die ganze Zeit zu Hause verbringen will. Insgesamt gibt es in dem Haus fünf Zimmer. Neben mir wohnen noch drei weitere hier, die aus Westafrika kommen. Sie können nur französisch sprechen, kein englisch, also sind die Kommunikationsmöglichkeiten begrenzt.
Ich gespannt, wie das Praktikum verlaufen wird und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Brüssel.
Au revoir.
Steffen
Once in a lifetime experience
Tobias Otto und Marian Naase, Vancouver, Richmond
Die Spiele sind vorbei und das Feuer ist aus. Aber Kanada ist immernoch am Feiern. Autokorsos, Sprechgesänge von Feierwütigen und Partymeilen. Die Goldmedaille im Eishockey war das i-Tüpfelchen in der Sportart Nr.1 auf die die ganze Nation geschaut hat. Nicht auszudenken, wenn das Golden Goal von den US-Amerikanern erzielt worden wäre.
Für uns gehen zwei ereignisreiche Wochen vorbei, in denen wir viele Leute kennengelernt, Konzerte und Fanhäuser besucht haben.
Gerade die Winterspiele habe ich persönlich nie so verfolgt oder auch wahrgenommen, aber wenn man vor Ort ist und Wettkämpfe 500 Meter um die Ecke stattfinden, dann ist die Atmosphäre schon eine andere.
Heute mit der Abschlussveranstaltung haben sich die Kanadier würdig verabschiedet und den Russen ein Aufgabe mitgegeben - und das nicht nur im Hinblick auf die Anzahl der gewonnen Goldmedaillen im eigenen Land.
Und wer hätte es gedacht: sogar der vierte Eiszapfen der Olympischen Flamme ist auch noch aufgetaucht. Ende gut - alles gut.
Die Sommerspiele 2012 bei unseren "lovely friends" auf der Insel und dann im Winter 2014 in Sochi...vielleicht mit Beteiligung aus Bettmar und Hohenhameln.


Für uns beginnt morgen die letzte Woche Schule, bevor sich unsere "außereheliche Lebens-und Interessengemeinschaft" auch wieder in die heimischen Gefilde begibt und es mit einem weinenden und einem lachenden Auge heißt:

Goodbye Canada
Viele Grüße an unsere Familien und an Hinz und Kunz.
In diesem Sinne: I`ll be back!

Olympiafieber
Tobias Otto und Marian Naase, Vancouver, Richmond.
"Let the games begin!"

Seit rund einer Woche laufen die 21. Olympischen Winterspiele in Vancouver. Nach kleineren Pannen in der Technik bei der Eröffnungsfeier und der Eismaschine im Richmond Oval, scheint die Sonne, die verschobenen Wettbewerbe werden nun nachgeholt und die Spiele sind in vollem Gang und erzeugen Olympiafieber. Es ist so gut wie Frühling hier...

Auch wir haben bereits zwei Wettbewerbe aufgesucht. Das Curling der Männer zwischen Kanada und Deutschland entschieden die Gastgeber für sich. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig der Sport, der irgendwie so recht keiner sein will.



Einen Tag später ging es da schon etwas spektakulärer zu im Canada Hockey Place. Dort traf die deutsche Mannschaft von Trainer Uwe Krupp auf den Titelverteidiger aus Schweden und schlug sich beachtlich. Am Ende lautete das Resultat 0:2 aus Sicht der Deutschen, aber es war gut anzusehendes Spiel auf dem Eis. Am kommenden Samstag treffen die Eishockeyjungs dann im letzten Vorrundenspiel auf Weißrussland, vielleicht ist dann ein Besuch erfolgreich aus deutscher Sicht. Aber auch so wird es für uns etwas Unvergessliches bleiben.



(ja, es sind alles Dixie Klos, aber wer muss auch schon Hände waschen ;-) )
Auch dem Olympischen Feuer haben wir schon einen Besuch abgestattet.


Bei Olympia vor Ort zu sein, dass hat schon was. Es gibt jeden Abend mehrere Konzerte in ganz Vancouver verteilt. Und das Beste daran ist, dass sie alle kostenlos sind und die Organisatoren einige richtig gute Bands in das Line-up bekommen haben. So ist es nicht verwunderlich, dass wir ab und zu morgens in der Schule noch etwas müde sind, da wir am Abend vorher in den Moshpits Vancouvers für Ordnung gesorgt haben. ;-)
In diesem Sinne:
"Recreational Vehicle Owners" drink in the:

Viele Grüße nach Deutschland.
Der Berg ruft
Tobias Otto & Marian Naase

3500 Kilometer, 14 Tage, 9 Städte. Himmlische Höhen. Tiefe Täler. Atemberaubende Ausblicke. Eine Reise durch den Westen Kanadas, die nicht mit Worten zu beschreiben ist.
Protokoll einer Strecke von Vancouver durch die kanadischen Rocky Mountains und zurück:

Vancouver-Revelstoke
Der erste Halt, mitten in den Rocky Mountains.

Revelstoke-Banff
Das Kitzbühel Nordamerikas. Ein Luxus-Hotel, das schon arg an Harry Potters „Hogwarts“ erinnert. Preise werden hier nicht genannt.


Banff-Calgary
Die kanadische Stadt, die am schnellsten wächst. „Money makes the world go around“. Die Stadt wird davon nicht schöner. Der Tower ist aber ganz schön hoch.



Calgary-Red Deer
Irgendwo im Nichts. Hunderte von Kilometern und kein Haus und dann diese Stadt, zwischen den Metropolen Calgary und Edmonton.



Red Deer-Edmonton
Die Stadt der Oilers. „Hier wird noch richtig gearbeitet“, sagen die Einwohner. Gefährlich ist diese Stadt nicht, zumindest was das Eishockey-Team angeht. Die Edmonton Oilers haben die beste Zeit hinter sich. „The Great One“ ist nur noch als Statue vorhanden. Eine sympathische Stadt, die unter anderem die fünftgrößte Einkaufs-Mall der Welt beheimatet.


Edmonton-Valemount
Nur rund 1000 Einwohner zählt die kleine Stadt im östlichen British Columbia. Dank Kerstin und Herbert fühlt man sich dort sehr heimisch. Exzellente Unterkunft, beste Auskunft und wohltuende Erholung. (weitere Infos auf http://www.kerstinschalet.de/)


Valemount-Golden
Eine Fahrt über den Icefield Parkway...




Golden-Pemberton
Nördlich von Whistler und deutlich günstiger. Auf dem Weg dorthin befindet sich in Lillooet eine deutsche Bäckerei, die auch vom ZDF aufgesucht wird. Die Nougathörnchen schmecken in jedem Fall.
Ansonsten: die nördlichste Wüste der Welt.




Pemberton-Whistler
Der eigentliche Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Hier finden die meisten Wettbewerbe statt. Die Fackel war auch schon da- mit uns.




Whistler-Vancouver
Sea-to-Sky-Highway. Auf dem Weg zurück in „unsere“ Stadt. Sie ist schon etwas Besonderes. Home is where your heart is...


In diesem Sinne: This is a stupid machine.

Viele Grüße nach Deutschland aus der Olympiastadt Vancouver.
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