Ayers Rock und Great Ocean Road als krönender Abschluss

Eingestellt am 23. March 2011 um 22:51 Uhr

Hello again! :)
Mittlerweile bin ich wieder gut im frühlingshaften Deutschland angekommen, möchte euch meine letzte Woche in Australien jedoch nicht vorenthalten. Ich habe gerade in dieser Zeit noch einmal Erlebnisse unterschiedlichster Art gemacht, die ich keinesfalls missen möchte!
Wie ich in meinem letzten Bericht ja bereits angekündigt hatte, begab ich mich zunächst nach Yulara. Ich war augenblicklich fasziniert von dieser unvergleichlichen Landschaft. Ich war umgeben von roter Erde und unerwarteter Weise jeder Menge grün, das auf ungewöhnlich viele Regenfälle zurückzuführen war. Am nächsten Tag musste ich sehr früh aufstehen, da ich eine Sonnenaufgangstour zum Ayers Rock mit anschließender Wanderung mit einem Aboriginal gebucht hatte. Ich wurde um 5:30 abgeholt und war pünktlich zum Sonnenaufgang in Position, um zu beobachten, wie der Ayers Rock so langsam aus der Dunkelheit vor mir aufersteht. Leider war es sehr bewölkt und die Sonne ließ sich Zeit, kam aber in dem Moment, in dem wir schon wegfahren wollten doch noch hervor und bot uns einen atemberaubenden Blick auf diesen Felsen mit seinen morgendlichen Schatten. Anschließend machten wir mit Sarah, einer Aboriginale,
einen Spaziergang durch den Nationalpark, auf dem sie uns Geschichten ihres Volkes erzählte und uns zeigte, wie früher Feuer gemacht wurde und man Speere warf. Das war wahnsinnig interessant, zumal wir das alles auch ausprobieren durften. ;)
Ich stellte mich nicht sonderlich geschickt an beim Speerwerfen, aber Sarah beruhigte mich ein wenig, dass das früher ja schließlich auch Aufgabe der Männer war. Ich wäre also wahrscheinlich doch nicht verhungert. ;) Nach dieser lehrreichen Tour hatte ich ein paar Stunden Pause, bis es Zeit für den abendlichen Ausflug war. Auch hier stand ein Spaziergang mit den Eingeborenen auf dem Programm, in dem ich wieder viel über ihre Geschichte und Kultur erfuhr. Interessant fand ich, dass nach dem Glauben der Aboriginales unsere Vorfahren in Tiergestalten über die Erde wandelten und durch ihre Taten das „Gesicht“ des Planeten durch ihre Taten prägten. Beispielsweise hat so nahezu jede Unebenheit des Ayers Rock seine Ursache in den Ereignissen, die dort mit ihren Ahnen stattfanden. Wir erfuhren auch, dass die Höhlenmalereien der Aboriginales ausschließlich dazu dienten, ihre Kinder zu lehren und uns wurden ein paar der Zeichen erklärt.
Noch immer ganz im Bann der Ureinwohner Australiens wurde ich anschließend Zeugin eines wunderschönen Sonnenuntergangs. Das Licht veränderte tatsächlich die Farbe des Ayers Rock, was ich bis dahin immer nicht so wirklich glauben konnte. Wow! :) Das war echt ein toller Abschluss für einen so außergewöhnlichen Tag.
Am nächsten Morgen flog ich nach Melbourne, wo ich von einer Freundin, die ich im letzten Jahr in Spanien kennen gelernt hatte, vom Bahnhof abgeholt wurde. Wir hatten in Europa gerade mal zwei Abende miteinander verbracht und mit ihrem Freund hatte ich damals noch nicht mal geredet, dennoch folgte ich mit etwas mulmigem Gefühl der Einladung der beiden. Meine Unsicherheit verflüchtigte sich jedoch schnell, denn die beiden waren großartige Gastgeber. ;) Sie unternahmen unglaublich viel mit mir und zeigten mir ein paar ihrer Lieblingsorte. Dabei handelt es sich in Australien häufig um Restaurants oder Bars. ;) Wir hatten eine tolle, erlebnisreiche Zeit und die Zwei waren redlich bemüht, mir ihr Land schmackhaft zu machen. An einem Nachmittag wurde ich mit zu einem Familien BBQ in einen Park geschleppt, am nächsten Tag machten wir einen Ausflug gen Westen nach Queenscliff und abends gingen wir meistens aus. Die beiden gaben mir tolle Tipps für meinen bevorstehenden Trip zur Great Ocean Road und liehen mir sogar einen Straßenatlas. Nach dem unvergesslichen Wochenende mit ihnen fuhr ich mit dem Zug nach Geelong, wo ich eine Nacht in einem katastrophalen Hostel verbrachte. Es war die teuerste und schrecklichste Unterkunft meiner gesamten Reise. Es war schmutzig, der Putz blätterte überall von den Wänden und am schlimmsten fand ich, dass ich mir mein Zimmer mit vielen angriffslustigen Tierchen teilen musste. Leider war es das einzige Hostel in diesem Ort…. Da ich meinen Nachmittag keinesfalls in dieser Absteige verbringen wollte, erkundete ich die Stadt und schlenderte mal wieder durch einen botanischen Garten. Hach, ich liebe diese Anlagen. ;) Am nächsten Morgen konnte ich mein Hostel gar nicht früh genug verlassen und machte mich sehr motiviert auf den Weg zu einer Autovermietung. Ich bekam ein ziemlich kleines Gefährt mit Automatikschaltung. Oh je, das konnte ja heiter werden! Nicht nur, dass ich noch immer Probleme mit dem Linksverkehr hatte, nun musste ich auch noch erstmalig in meinem Leben ohne Gangschaltung fahren…. Ich ließ mir alles erklären und versuchte dann mein Glück. Anfangs fühlte sich mein linker Fuß sehr unterfordert und betätigte ständig eigenmächtig die Bremse, was dazu führte, dass ich eine Vollbremsung nach der anderen fabrizierte und mich wunderte, was mit diesem Auto nicht stimmt… Ich beeilte mich, vom Hof der Vermietungsgesellschaft zu kommen, da ich Angst hatte, dass sie mir das Auto wieder wegnahmen. Ich begab mich schnellstmöglich in eine kleine, beschauliche Nebenstraße und landete an der Kreuzung erst mal auf der rechten Straßenseite. Dabei wunderte ich mich noch, dass dieser Linksverkehr beim Abbiegen echt unpraktisch ist. Na ja, wie sich herausstellte lag das aber dann eher an mir. ;) Nach einer Weile gewöhnte ich mich halbwegs daran und die vielen Schilder in Australien taten ihr Übriges, denn sie sagten mir ständig, dass man in Australien LINKS fahren muss. Anscheinend war ich nicht die Einzige, die das öfter mal vergaß. ;)
Ie Great Ocean Road erwies sich als echtes Abenteuer und war unglaublich vielseitig. Ich kam durch viele kleine, niedliche Ortschaften und verliebte mich nach jeder Kurve non Neuem in dieses unglaublich türkisfarbene Meer und die tollen Sandstrände oder auch Klippen. Das war jedoch noch längst nicht alles! Die Great Ocean Road liegt inmitten eines wunderschönen Nationalparkes. Ich machte an mehreren Stationen Halt und erkundete die Gegend. So besichtigte ich unter anderem zwei Wasserfälle
, die in eine sehr schöne Landschaft eingebettet waren. Abends suchte ich mir dann einen ruhigen Parkplatz in Apollo Bay, holte mir leckere Fish and Chips und übernachtete in meinem kleinen Autochen. Ich versuchte, auf den Rücksitzen zu schlafen, was im Laufe der Nacht irgendwie immer unbequemer wurde… Aber da musste ich jetzt durch und es war noch immer tausendfach besser als dieses gruselige Hostel! Am nächsten Tag fuhr ich ein Stück von der Küste weg hinein in den wunderschönen Nationalpark. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an der Landschaft und fuhr daher (wahrscheinlich erstmalig in meinem Leben) sehr viel langsamer als erlaubt. ;) An meinem Ziel angekommen machte ich einen Treetop Walk. (leider im Regen) Dabei war ich teilweise 47 m hoch und es gab noch immer Bäume, die höher waren. Es war so interessant, mal durch die unterschiedlichen Schichten eines Waldes zu laufen und zu sehen, wie sie sich verändern. Toll fand ich auch, dass es dort einen Dinosaurierweg gab. Dort waren Imitate verschiedene Arten dieser Tiere verteilt im Wald aufgestellt, die z. T. täuschend echt aussahen. Die Idee fand ich klasse, da man so irgendwie eine Vorstellung bekam, wie es mal gewesen sein muss…
Leider verabschiedete sich an dieser Stelle der Akku meiner Kamera und ich musste von nun an diverse Imbissbuden oder Souvenirshops darum bitten, meinen Akku aufladen zu dürfen. (Im Auto hatte ich ja keinen Strom) Auch dabei erwiesen sich die Australier äußerst nett und gastfreundlich und taten mir diesen Gefallen.
Von dort aus ging es wieder zurück auf die Great Ocean Road, wo mich nun der bekannteste Teil meiner Fahrt erwartete, die Zwölf Apostel.
Ich freute mich wahnsinnig darauf und wurde auch nicht enttäuscht. Vor meinen Augen tat sich eine atemberaubende Steilküste auf mit diversen Felsgebilden im türkisblauen Wasser. Dazwischen gab es überall wunderschöne Buchten mit Sandstränden. Da sich der Tag bereits dem Ende neigte, kam ich sogar in den Genuss eines einmaligen Sonnenunterganges.
Ich fühlte mich teilweise wie in einem Märchen und wurde aufgrund dieser ganzen mich umgebenden Schönheit richtig sentimental. Nachdem ich diesen wunderschönen Sonnenuntergang genossen hatte, fuhr ich noch weiter zum ersten geplanten Ziel für den nächsten Tag, der mein letzter in Australien war. ;) Obwohl es dunkel war, bemerkte ich, dass ich wieder umgeben war von Eukalyptusbäumen und einer traumhaften Landschaft. Ich war so sehr damit beschäftigt, alles zu verinnerlichen, dass ich erst ziemlich spät sah, dass am Straßenrand ein Känguru saß. Das erste, dass ich in freier Wildbahn sah und ich musste für einen Moment Angst haben, es zu überfahren…. Glücklicherweise schien es seinen Platz am Straßenrand zu mögen und blieb dort sitzen. ;) In dieser Nacht versuchte ich es mir auf dem Beifahrersitz bequem zu machen, was tatsächlich etwas gemütlicher war als in der Vornacht.
Am nächsten Morgen besuchte ich als erstes den ältesten intakten Leuchtturm auf dem Australischen Festlandes am Cape Otway. Sein Bau war damals mehr als notwendig, da in seiner Umgebung (eigentlich an der gesamten Great Ocean Road) unzählige Schiffe auf Grund liefen und wahnsinnig viele Menschen dadurch ihr Leben ließen. Auf dem Gelände befanden sich auch noch die ganzen dazugehörigen Gebäude des wie das Haus des Leuchtturmwärters usw. Die Zeit raste jedoch plötzlich und ich machte mich schnell wieder auf den Weg. Dieses Mal befuhr ich die Straßen bei Tageslicht und sah, dass ich mich in der Schönheit der Umgebung nicht getäuscht hatte. Und ENDLICH sah ich auch mal Koalas in freier Wildbahn!
Sie saßen in den Eukalyptusbäumen neben und über der Straße und ließen sich gar nicht stören von den Topuristenscharen, die sie angelockt hatten. Mir fiel dabei auf, dass die Tiere ziemlich stark rochen…. (und nicht gerade gut)
Mein letzter geplanter Stopp führte mich zu einem Rainforest Walk (Maits Rest). Ich liebte ihn in dem Moment, in dem ich aus dem Auto stieg. Dieser Regenwald war so beeindruckend, dass mir die Worte fehlen. Ich war so überwältigt und gerührt, dass mir die Tränen kamen. In diesem Wald gab es uralte, riesige Bäume und es herrschte eine sonderbare Atmosphäre, die ich nicht beschreiben kann.
Er war der der perfekte Abschuss meines Roadtrips!
Danach musste ich zurück nach Geelong, wo ich mein kleines Autochen, an das ich mich inzwischen so gewöhnt hatte, wieder abgeben musste. Danach fuhr ich mit dem Zug zurück nach Melbourne und traf mich wieder mit Melissa, meiner Freundin. Wir trafen in einer Bar ein paar Freunde von ihr und feierten meinen Abschied von Australien. (für mich war es eher eine Trauerfeier). Später brachten mich Mel und Jimmy zum Flughafen, wo ich sehr schweren Herzens diesem traumhaften Kontinent den Rücken kehren musste. Ich wusste jedoch, dass es kein Abschied für immer sein würde- dazu hatte ich mich zu sehr in dieses Land und die Mentalität seiner Einwohner verliebt! :)
Und damit möchte ich mich vorerst von euch verabschieden. Vielleicht berichte ich euch ja mal wieder von einer meiner zukünftigen Reisen....
Eure Andrea :)

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Ann-Kathrin berichtet aus Rangiora, Neuseeland

Eingestellt am 10. March 2011 um 12:53 Uhr

Ann-Kathrin, 17 Jahre, befindet sich seit Juli 2010 für ein Auslandsjahr in Rangiora, ca. 20 Autominuten von Christchurch entfernt. Sie besucht dort die Rangiora Highschool und wohnt auf einer kleinen Farm in Okuku, 40 Minuten in nordwestlicher Richtung von Christchurch entfernt. Am 12. August 2011 kehrt sie nach Deutschland zurück und wird in der Marienschule ihren Unterricht in der 11. Klasse wieder aufnehmen. Hier berichtet sie von dem Erdbeben.

Hey Leute!

Also, mich haben jetzt schon ein paar gefragt, wie das Erdbeben denn genau war und wie ich helfe und so. Deshalb schreib ich jetzt noch mal einen ausführlichen Bericht:

22.2.2010 13.40 Uhr, Okuku, Rangiora, Neuseeland (40 Minuten von Christchurch entfernt)

Ich war an dem Tag nicht in der Schule, da wir nur die letzten 3 Stunden Unterricht hatten, aber ich eine Stunde davon keinen Lehrer hatte, und die andere Stunde hätten wir nur einen Film gesehen, also habe ich mit meiner Gastmutter beschlossen, dass es sich nicht lohnt für mich, zur Schule zu gehen, da ich mit dem Schulbus eine Stunde zur Schule brauche und wieder eine Stunde zurück.

So kam es also, dass ich zu Hause war. Ich war in Facebook on und habe mit ein paar Freunden geschrieben, als es auf einmal leicht anfängt zu wackeln. Ich hab mir nichts dabei gedacht, da ich davon ausgegangen bin, dass es nur ein Nachbeben ist und von denen hatten wir so viele, das ist nichts besonderes mehr, aber dann wurde das Beben stärker und stärker und es hat auch nicht aufgehört, da dacht ich nur: Mist…das ist kein Nachbeben, das ist ein neues Erdbeben…

Ich hab‘ mich im Haus umgesehen, du konntest das Beben richtig sehen: die Gläser in den Schränken haben geklirrt, die Bilder an den Wänden haben gewackelt und wenn du aus dem Fenster gesehen hast, konntest du das Beben ganz deutlich sehen…Vielleicht kennt ihr ja das Erdbeben-Haus in Braunschweig, ich war da ein paar Mal drin, aber es hat sich so mechanisch angefühlt. Ich dachte das ist, weil es eine Maschine ist und dachte ein echtes Erdbeben muss sich anders anfühlen….. aber nein, ein echtes Erdbeben fühlt sich genauso an…. Es hat ruckartig hin und her gewackelt als wäre ein Riese vor deinem Haus und wackelt es, als wäre es ein Apfelbaum oder irgendwie sowas…

"Verdammt, das war ein riesen Erdbeben!"

Nach etwa 2 bis 3 Minuten vielleicht 4 war das Ganze auch schon vorbei…. Ich sah meinen Gastvater an und alles was er dazu gesagt hat war: „holly shit. That was a huge earthquake.“ (trans: “Verdammt, das war ein riesen Erdbeben“).

Wir haben sofort die News eingeschaltet, aber so schnell waren die natürlich nicht. Also habe ich erst mal allen meinen Freunden eine SMS geschickt, ob bei denen alles klar ist. Denn von dem letzten Erdbeben wusste ich auch, wenn bei uns in Okuku nichts passiert ist, heißt das nicht, dass Rangiora und Christchurch genau so davon gekommen sind…. Ich bekam ziemlich schnell Antwort von allen aus der Schule, dass da zwar total Chaos und Panik herrscht, es denen aber gut geht soweit. Tja da hab ich noch nicht gewusst, dass das einer der schwärzesten Tage Christchurch‘s werden sollte….

Aber nur 3 Stunden später sah ich die News…. Und was ich da gesehen habe, hätte ich am liebsten nicht gesehen… Christchurch Center total zerstört!!!! Jedes dieser Gebäude, jede dieser Straßen kenne ich. Ich bin diese Straßen schon mindestens 200-mal gefahren und habe vor den meisten Gebäuden gestanden und auf Freunde gewartet oder meiner Gastschwester geholfen, die in einem der Gebäude ihre Berufsschule hatte. Mit all den Bildern, die ich im TV sehe, habe ich meine ganz eigenen und persönlichen Erinnerungen. Das macht es für mich nur noch schwerer zu verstehen, wie sowas schreckliches passieren konnte.

Aber dieses Erdbeben war anders als das erste. Beim ersten gab es auch zerstörte Gebäude, aber keine Verletzten und keine Toten….diesmal sind da mehr als 100 Menschen umgekommen und 230 Personen werden noch vermisst. Die Chance, dass sie lebendig wieder gefunden werden, ist so gut wie vorbei. Das heißt, diesmal wird dort mit mehr als 300 Toten gerechnet. In meiner Stadt, in der Stadt wo ich schoppen war, wo ich Freunde getroffen habe, wo ich „Christmas in the park“ (Anmerkung: Rockfestival kurz vor Weihnachten) gefeiert hatte. In der Stadt, die nur 40 Minuten von meinem Zuhause ist. Normalerweise, wenn du so etwas in den Nachrichten hörst, bist du betroffen, aber nach ein paar Tagen denkst du nicht mehr daran, weil es so weit weg ist und dich nicht betrifft. Aber diesmal betrifft es mich! Das ist meine Stadt, da liegen Tote auf dem Boden, Menschen, die ich vielleicht kenne, Familie oder Freunde von meinen eigenen Freunden. Das ist einfach furchtbar.

Wenn ich die Bilder sehe, könnt‘ ich heulen. Einfach weil es so unreal ist. Ich kann nicht verstehen, wie das alles - nur ein Katzensprung von mir entfernt - sein kann.

Es ist total das Chaos ausgebrochen.

So saß ich also den Dienstagnachmittag vorm TV und verfolgte die News…fassungslos…. Und Mittwoch das gleiche, den ganzen Tag die gleichen Bilder, den ganzen Tag neue Infos über Tote und Verletzte. So viele Leute haben ihre Häuser, ihr Eigentum einfach alles verloren. Es ist total das Chaos ausgebrochen. Als wir einkaufen gefahren sind, gab es keine Milch und kein Brot mehr. Wichtige Lebensmittel gingen schnell zu Ende, und so durfte jeder Kunde nur ein Teil kaufen. Benzin ging auch aus, all unsere Autos sind nur noch auf halbem Tank, weil wir einfach nicht tanken können.

Am Mittwochabend war ich dann wieder auf Facebook und hab‘ gecheckt, dass alle meine Freunde ok sind. Alle meine Freunde sind o.k., sogar die aus Christchurch. Deren Familien sind leider nicht alle so gut davongekommen. Ein paar sind verletzt und ein Onkel von meiner Freundin wird vermisst. Das zeigt mir, wie klein Christchurch eigentlich ist. So war ich also auf Facebook und da sah ich auf einmal von einem meiner Freunde folgenden Post: Hey Guys! I’m keen for helping out does somebody know where I could help and what to do? (trans: „hey Leute! Ich würde gerne helfen. Weiß irgendwer wo und was zu tun ist?“) innerhalb von nur 15 Minuten hatte dieser Post 15 oder mehr Kommentare und jeder sagte ungefähr das gleiche: „Ja, ich will auch helfen, wo treffen wir uns?“

So trafen wir uns am Donnerstag um 9.00 vor unserer Schule. Alle mit Schaufeln und Schubkarren und Autos natürlich. Es ist unglaublich zu sehen, was Facebook alles erreichen kann. Wir waren mehr als 20 Leute nur von meinem Jahrgang. Alle wollten helfen und was tun und nicht einfach nur dasitzen und die Bilder sehen. So fuhren wir also alle zusammen nach Christchurch, und was wir sahen war furchtbar: überall auf der Fahrbahn Risse. Die Straße ist teilweise hoch gekommen, sodass wir in Slalom fahren mussten und überall Schlamm und Wasser (der Schlamm kommt von der Rüttelei vom Untergrund durch die Risse hoch).

Wir sind in eine Straße gefahren, wo einige meiner Lehrer wohnen und in Facebook gesehen haben, dass wir helfen wollen. So baten sie uns um Hilfe. Und die Straße war einfach furchtbar, du konntest nicht sehen wo Straße aufhört und Bürgersteig anfängt und überall Wasser….

Wir haben die Zähne zusammengebissen und weiter geschaufelt

Die Straßen wurden freigeräumt von Baggern der Stadt, aber niemand kümmerte sich um die Gärten und Einfahrten der Leute. So fingen wir an, Gärten und Einfahrten vom Schlamm frei zu schaufeln. Wir fingen so um 10 Uhr an und hörten erst um halb 5 wieder auf. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie soooooooooooooooooooo hart gearbeitet!!!!!!! Noch nie!!!! Das war wirklich Knochenarbeit. Kennt ihr das, wenn man zum Beispiel Joggen geht und irgendwann einfach an einem Punkt ist, wo man nicht mehr kann? Wo man einfach stoppt und den Rest nur gemütlich geht?? Ja? Gut, genau so hab ich mich gefühlt nach ein paar Stunden, mit dem Unterschied, dass keiner von uns gestoppt hat!!! Wir haben die Zähne zusammengebissen und haben weiter geschaufelt…. Und weiter und weiter und weiter. Bis Michael (ein Freund, der alles organisiert hat) irgendwann meinte: „O.k. Leute, genug für heute, wir treffen uns morgen um dieselbe Zeit vor der Schule und machen weiter.“

An dem Tag haben wir gerade mal 4 Häuser frei geschaufelt. 4 Häuser mit 20 Mann. Der Schlamm war teilweise mehr als 20 cm hoch und schwer wie Steine, aber 4 ist besser als gar keins! Und auch wenn es super harte Arbeit war, das Lächeln auf den Gesichtern der Menschen war einfach ein Geschenk. Sie waren sooo dankbar, das glaubt ihr nicht. Die Menschen dort haben im Moment keinen Strom, kein fließend Wasser, kein Garnichts. Aber sie kamen und haben den Campinggril angeschmissen und uns Würstchen gebraten und uns mit Wasser versorgt (auch wenn sie selbst kaum Wasser hatten) und vieles mehr….es ist einfach unglaublich gewesen!!

Am nächsten Morgen taten wir genau das gleiche. Michael hat wieder auf Facebook geschrieben, dass wir ausrücken wollen und wer helfen möchte, sollte einfach zur Schule kommen!!!

Wir waren sage und schreibe 65 Schüler von meiner Schule und alle hatten noch Freunde mitgebracht!!!

Ja und heute nach diesen 2 Tagen Arbeit, sitze ich hier und schreibe euch. Mein Rücken tut weh wie sonst was, ich kann mich kaum bewegen und fühle jeden einzelnen Muskel. Meine Oberschenkel tun mindestens genau so weh und von meinen Händen fang ich garnicht erst an. Ich habe alleine an meiner rechten Hand 4 Blasen…. Aber hey das war es wert! Wir konnten helfen!!!!! Und das ist das wichtigste!!!!!

Eure Ann

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Abenteuer Fraser Island

Eingestellt am 10. March 2011 um 11:56 Uhr

Hallo im fernen Deutschland!
Danke, für die lieben Kommentare, auch die, die nicht hier stehen, sondern in meinen Mails und so. ;)
Ich bekomme so langsam ein bisschen Panik, weil ich schon in 8 Tagen zurück fliegen muss. Das könnte gut noch eine Weile so weiter gehen hier…. Aber zumindest habe ich bis dahin alles gesehen, was auf meiner Liste steht. ;)
Letzte Woche bin ich ja in Rainbow Beach angekommen. Abends hatten wir Live- Musik in unserem Hostel und es dauerte nicht lange, bis ich Kontakte geknüpft hatte. Die meisten der anderen Gäste warteten auf die gleiche Tour nach Fraser Island wie ich oder hatten sie bereits hinter sich, was echt gut war, da man sich so ein paar Tipps holen konnte. Ich fand es ein wenig befremdlich, dass alle sagten, dass wir dort keine Duschmöglichkeit hätten und ich nur die Sachen mitnehmen sollte, die ich trug. (das beinhaltete schon den Bikini) Hmm, vorsichtshalber packte ich dann doch wenigstens einmal Wechselsachen und einen zweiten Bikini ein… Am nächsten Morgen ging es früh los. Alles war straff durchorganisiert vom Hostel und so mussten wir nach dem Frühstück unsere Jeeps auf Beulen und so überprüfen, unsere Campingausrüstung und unsere Verpflegung (wurde alles zugeteilt) kontrollieren und verstauen und alle, die selbst fahren wollten mit dem 4WD, bekamen eine kurze Einweisung. Und natürlich bekamen wir strikte Anweisung, wie wir uns auf der Insel zu verhalten haben, insbesondere in Bezug auf die dort lebenden Dingos. Beruhigend war ja, dass zumindest 2 Guides mitfuhren verteilt auf die 6 Jeeps. Dann ging es endlich los. Zunächst setzten wir mit der Fähre über und kamen dort gleich in den Genuss, ein paar Delphine zu sichten. Auf Fraser Island fuhren wir direkt am wunderschönen Sandstrand entlang. Zuerst ging es zum berühmten Lake McKenzie. Jeder hatte schon einmal davon gehört und war neugierig, aber was uns dort erwartete, verschlug uns wirklich die Sprache! Wir standen vor einem wunderschönen, glasklaren See mitten im Wald, der von einem schneeweißen Sandstrand gesäumt war. Das Wasser war herrlich und nachdem wir im Hostel während der Einweisungen ewig in der brennenden Sonne gestanden hatten, war das eine äußerst angenehme Erfrischung. Wir konnten uns alle gar nicht von diesem See trennen und konnten bei unseren Guides tatsächlich noch etwas mehr Zeit herausschlagen… ;)

Danach war Lunchzeit. Jede Gruppe hatte zusätzlich zu den Speisen und Getränken einen Speiseplan bekommen, an den sich zumindest grob auch alle hielten, schließlich wollten wir am letzten Tag nicht hungern müssen. ;) Es war richtig abenteuerlich, als wir mitten im Wald in einem (wegen der Dingos) eingezäunten Bereich unser Essen zubereiteten. Anschließend machten wir noch einen Spaziergang durch den auch dort vorhandenen Regenwald. Allerdings sah dieser völlig anders aus, als die mir bisher bekannten, da es auf der Insel vergleichsweise trocken war.
Danach war es Zeit, unseren „Campingplatz“ aufzusuchen. Wenn man das so nennen konnte! Wir durften unsere Zelte aufstellen, wo immer wir wollten, mitten in der Natur. Wir parkten direkt hinter den Dünen und bauten dort auch die Zelte auf. Es war zwar noch relativ früh, aber glücklicherweise begannen wir gleich, unser Abendbrot zu kochen. Niemand von uns rechnete damit, dass es so früh dunkel wurde! Kurz nach 18 Uhr war es stockfinster und wir kochten mit Taschenlampen weiter. Auch der Abwasch gestaltete sich abenteuerlich! Auf die Frage, wo wir das denn machen könnten, wurde uns nur gesagt, dass Sand alles reinigt… Ok, also gings dafür runter an den Strand. ;) Wir mussten mit allem sehr vorsichtig sein, so durften wir unsere Müllsäcke nicht einen Moment unbeobachtet lassen und mussten alle noch so kleinen Essensreste sorgfältig entsorgen. Über Nacht wurde alles, was ein Dingo interessant finden konnte , im Jeep verschlossen. Natürlich wurde es ein sehr geselliger Abend. Die Gruppen vermischten sich zu später Stunde mit steigendem Alkoholgenuss und die Atmosphäre unter dem unglaublichen Sternenhimmel am Strand inmitten der Wildnis war einfach unbeschreiblich. Ich schlief später sogar unter freiem Himmel, da ich mich an den Millionen Sternen einfach nicht satt sehen konnte. Allerdings war es auch ein wenig gruselig, da ich nachts Gesellschaft von neugierigen Dingoes bekam, die noch nicht mal Angst vor mir hatten. Aber offensichtlich waren sie mir auch nicht unbedingt feindlich gesinnt. ;)

Am nächsten Morgen wurden wir von unseren Guides abgeholt und wir erkundeten die Insel weiter. Unser erster Stopp war ein Segen! Eli Creek, ein ziemlich kalter (18°) Trinkwasserbach, der ins Meer mündete war genau das, was wir nach einer Nacht im Sand ohne Duschen und WC´s heiß und innig ersehnten. Abgesehen vom Erfrischungsfaktor bot er auch einen wunderschönen Anblick, da er von Bäumen umgeben und glasklar war. Einfach traumhaft. Danach schauten wir uns das berühmte Schiffswrack an

und dann ging es zum Indian Head, einer Art Steilküste mit traumhaftem Ausblick. Sehr oft kann man von dort Delphine oder Haie beobachten, was uns jedoch nicht vergönnt war. Trotzdem raubte der Ausblick einem den Verstand. Ist ja kein Wunder, dass so viele Menschen nach Australien auswandern, muss es auch so schön sein hier???
Nach dem recht beschwerlichen Aufstieg zum Indian Head in der Mittagssonne durften wir in den Champagne Baths relaxen. Das sind natürliche Wasserbecken, die durch Felsen vom Meer abgetrennt waren, so dass es unbedenklich war, dort zu baden. Damit war der Tag auch schon fast vorüber, wir stoppten nur noch mal an diesem traumhaften Trinkwasserbach, um das Salzwasser abzuspülen und dann fuhren wir zurück in unser Camp, das in der Zwischenzeit sorgfältig von den Dingoes durchsucht worden war. Natürlich hatten einige Leute entgegen aller Warnungen und Bitten Lebensmittel in den Zelten gelassen, die für die Tiere einfach zu verlockend waren… Leider…Wir beseitigten das Chaos und beeilten uns, unser Abendbrot zu kochen. Es wurde hier so schnell dunkel, dass wir jedes Mal mit Taschenlampen vor den Campingkochern standen. ;) Der Abend gestaltete sich ähnlich, wie der Vorabend. Ich war noch ganz glücklich, da ich an dem Tag fahren durfte und einige wirklich schwere Passagen hatte. Und das alles mit der Gangschaltung auf der falschen Seite! Das war wirklich sehr gewöhnungsbedürftig! Aber es machte sooo viel Spaß, am Strand langzufahren… :)

Am nächsten Morgen mussten dann auch die Zelte abgebaut und alles sorgfältig in den Jeeps verstaut werden. Glücklicherweise ging es aber nicht direkt zurück. Zuvor durften wir uns wieder in einem herrlichen Süßwassersee erfrischen. Allerdings mussten wir uns das Bad hart erkämpfen mit einem 40 minütigen Walk dorthin… und es war mal wieder unglaublich warm! Und wie sich sicher jeder vorstellen kann, mussten wir ja auch zurück laufen. Danach war unsere Zeit auf der Insel endgültig abgelaufen und wir fuhren zurück zur Fähre. Mittlerweile wollte eigentlich jeder nur noch eines, nämlich endlich DUSCHEN, aber zuvor mussten wir noch die Autos und Zelte und die gesamte Ausrüstung reinigen und alles wurde auf Vollständigkeit und irgendwelche Schäden überprüft. Danach erst hatten wir das Abenteuer überstanden und durften duschen, was einfach unbeschreiblich war nach 3 Tagen in der Hitze und dem Sand von Fraser Island!!!
Und das war meine Gruppe:
Den Abend verbrachte ich wieder mit den Leuten von der Tour. Leider waren wir über 2 Hostels verteilt, aber wir schlichen uns einfach in die benachbarte Unterkunft und hatten da einen der witzigsten Abende meines Urlaubs. Es gab Livemusik und viel kaltes Bier und die meisten von uns endeten nach Schließung der Bar im Pool. Da keiner von uns darauf vorbereitet war, sprangen wir einfach mit Kleidung hinein. Irgendwer nahm mich plötzlich auf die Schulter und so entstand die Idee, uns gegenseitig von den Schultern unseres Trägers zu schubsen. Ich kann immer noch nicht glauben, dass sich niemand über den Lärm beschwerte, den wir dort mitten in der Nacht veranstalteten…. Hach, das war so herrlich!
Leider mussten wir am gleichen Abend Abschied voneinander nehmen, da es uns am nächsten Morgen in unterschiedliche Richtungen verschlug. Ich fuhr weiter nach Brisbane. Dort erwartete mich jedoch nur Regen. Den Abend verbrachte ich mit einer Bekannten von Fraser Island in einer Bar und am nächsten Morgen machte ich eine kleine Shoppingtour. Mittlerweile war Samstag, der 05.03., der Geburtstag meines Freundes in Newcastle. Ich hatte einen Flug dorthin gebucht und wollte meinem Freund einen Überraschungsbesuch erstatten. Dazu brauchte ich jedoch dringend etwas Vernünftiges zum Anziehen, denn auf so etwas war ich nicht wirklich vorbereitet. Ich wurde auch fündig und hatte nebenbei die Gelegenheit, die Stadt ein wenig zu erkunden.
In Newcastle angekommen, wurde ich schon von einem anderen Freund am Flughafen erwartet. Wir fuhren zum Geburtstagskind und sein Blick, als er mich sah, war wirklich den ganzen Stress wert! Er konnte es gar nicht glauben… ;) Ich ging abends mit seinen ganzen Freunden in die Disco und hatte dort jede Menge Spaß. Ich blieb insgesamt 4 Tage in Newcastle. Wie schon beim letzten Mal, konnte ich mich einfach nicht trennen. Sean musste zwar meistens arbeiten, aber irgendwer hatte immer Zeit für mich und wenn nicht, ging ich an den wunderschönen Strand. Mittwoch früh war es dann aber so weit, ich verabschiedete mich schweren Herzens und stieg in den Flieger nach Yulara, einem kleinen Ort am Ayers Rock. Aber davon berichte ich beim nächsten Mal!:)
Seid lieb gegrüßt am anderen Ende der Welt,
Eure Andrea! :)

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Regenwälder, Great Barrier Reef und ein Segeltrip im Paradies

Eingestellt am 28. February 2011 um 10:11 Uhr

Hallo Ihr Lieben,
Nach dieser wunderschönen Regenwaldtour hatte ich mal einen Tag „frei“ in Cairns. Ich nutzte ihn, um mir den Botanischen Garten anzusehen, der allerdings 4km vom Stadtzentrum entfernt war. Die Sonne schien erbarmungslos und ich wusste, dass ich einen Sonnenbrand bekommen würde, ganz egal, wie viel ich mich eincremen würde. Aber egal, ich war nur einmal hier, da musste ich jetzt durch! Dort angekommen, war der Botanische Garten gar nicht mit dem in Sydney zu vergleichen, hatte aber dennoch seinen Charme. Irgendwie war alles so wild und ungepflegt. Er beinhaltete auch 2 verschiedene Arten von Regenwäldern, durch die man laufen konnte, was ich total stark fand. Ich war zwar die ganze Zeit total nervös, weil ich ständig Angst hatte, von einer Spinne gebissen zu werden, aber natürlich passierte nichts. Ich genoss also diese wilden Wälder und entdeckte ständig neue, interessante Pflanzen. Als ich damit fertig war, schaute ich mir noch das restliche Cairns an. Abends sah man tatsächlich sehr genau, wo ich es mit der Sonnencreme nicht so genau genommen hatte. Na das sah ja aus!!!
Am nächsten morgen hieß es wieder früh aufstehen, da ich erneut eine Tour gebucht hatte. Dieses Mal führte sie mich in die Tablelands. Ich hatte wieder Glück mit meiner Gruppe, die nur aus 7 Personen und unserem Tourguide „Franc“ bestand. Zunächst fuhren wir zu einem Kratersee „Lake Barrine“ und machten dort nach einem leckeren Frühstück mit „Scones“ (Kuchen) eine Bootstour. Dabei beobachteten wir besonders den Uferstreifen und fanden auch eine Phyton. Sie lag dort auf dem Gras und sonnte sich. Des weiteren sahen wir auch ganz viele Schildkröten. Die Pflanzen am Ufer waren leider alle ziemlich mitgenommen vom Zyklon, aber unser Bootsfahrer pickte sich immer mal wieder ein paar Vereinzelte heraus und erklärte uns etwas über sie. Anschließend machten wir ein Stückchen weiter einen Rainforest Walk und sahen einen riiiiesigen Curtain Fig Tree. Der restliche Regenwald hatte auch sichtlich unter dem Zyklon gelitten, was ich wirklich traurig fand. Dann kam ein absolutes Highlight für mich. Wir fuhren zu den „Millaa Millaa Falls“, einem wunderschönen Wasserfall, der eine traumhafte Kulisse im Regenwald bot. Als Einzige aus unserer Gruppe (später begleitet von Franc) traute ich mich dort ins Wasser und schwamm erstmalig in meinem Leben unter einem Wasserfall. Das war so toll! Ich kletterte sogar dahinter. Das Wasser war herrlich frisch. Anschließend bedankte sich unser Reiseführer sogar dafür, dass ich baden war, da er es peinlich gefunden hätte, wenn unser Guide als Einziger ins Wasser gesprungen wäre. :) hihi
Leider mussten wir irgendwann weiter und kamen zu einer hohen Aussichtsplattform, von der aus man über ein riesiges Gebiet Regenwald gucken konnte. Da wurde erst das ganze Ausmaß der Zerstörung von Yarsi sichtbar. (auf dem Foto nicht sichtbar) Fanc erklärte uns, dass es viele Jahre dauern wird, bis die Natur sich wieder erholt hat. Und der letzte Zyklon lag ja erst 4 Jahre zurück, so dass es nun besonders bitter war, dass Australien erneut von einem heimgesucht wurde. Unser letzter Stopp war der „Paronella Park“. Das war ein kleines Paradies. Der Spanier José Paronella hatte sein ganzes Leben über davon geträumt, ein Schloss zu bauen. Er kam nach Australien, machte durch glückliche Geschäfte viel Geld und kaufte sich schließlich Land an einem Wasserfall, erbaute dort ein Schloss im spanischen Stil, erschaffte einen traumhaften Garten und zog dann mit seiner Frau dorthin. Und die Eigentümer, die das Anwesen jetzt touristisch vermarkten, ermutigen alle ihre Gäste, an ihre Träume zu glauben und nichts unversucht zu lassen, um sie zu verwirklichen. Das war irgendwie total beeindruckend.
Zurück im Hostel waren inzwischen auch eine Holländerin und eine Belgierin in meinem Zimmer, die auf mich gewartet hatten, damit wir zusammen essen gehen können. Das fand ich ja süß! :)
Am nächsten Morgen musste ich wieder früh raus, denn ich machte eine Schiffstour zum Great Barrier Reef, auch eines der Highlights hier. Auf der Fahrt zum Riff konnte man sich einen Vortrag über die Unterwasserwelt dort anhören, was ich natürlich machte, war total interessant. Endlich dort angekommen, konnte ich es gar nicht erwarten, meine Taucherbrille und Schnorchel anzulegen und ins Wasser zu springen. Meine Gruppe bestand nur aus zwei Leuten und unserem Guide(Ted). :) Hach, Glück muss man haben! Ted erklärte uns ganz viel und zeigte uns interessante Fische oder Korallen. Wir sahen sogar eine riesige Schildkröte, die gerade auftauchte, um Luft zu holen, dann aber sofort wieder untertauchte. Es sah aus, wie ein gewaltiges Blumenmeer da unten, alles leuchtete und glitzerte in den buntesten Farben. Ich war völlig überwältigt! Ted schwamm mit uns an den Rand des Riffs, wo wir auf hunderte Fische trafen, da sie dort noch den Schutz der Korallen genießen können, aber gleichzeitig viel frisches Salzwasser bekommen. Ich schwamm inmitten dieser Fischschwärme und war einfach nur glücklich, dass ich das genießen durfte. Ich konnte gar nicht genug bekommen, so dass ich auch nach der geführten Tour noch ewig im ca. 28°C warmen Wasser blieb und im abgesperrten Bereich allein die Unterwasserwelt weiter erkundete.
Am gleichen Abend fuhr ich noch nach Mission Beach, wo ich netterweise zu später Stunde vom Hostelmanager von Mission Beach Retreat vom Bus abgeholt wurde. Ich war ein wenig geschockt, da es in dem Ort wirklich furchtbar aussah! Und Richard, mein Abholer, erzählte mir, dass das Auge des Zyklons direkt über Mission Beach war, sie hatten alles mit voller Wucht abbekommen. Aus dem Grund war auch das Hostel sehr leer, was für mich zum Vorteil war, da ich zum gleichen Preis ein eigenes Zimmer mit Doppelbett für mich ganz allein bekam. Was wollte man mehr! :) Am nächsten Morgen half Richard mir sogar, meine weitere Tour zu planen, da mein Internet dort nicht funktionierte und deren WiFi noch außer Betrieb war. Wir verbrachten Stunden damit und der arme Richard gab mir tolle Tipps und erschuf somit einen Traumurlaub für mich. Anschließend brachte er mich sogar noch zum Bus, der 1,5 h Verspätung hatte und mich fast verzweifeln ließ, weil ich Angst hatte, dass er gar nicht mehr kommt. Mitten in der Nacht landete ich dann aber doch noch in Airly Beach und war erstaunt, wie viele Leute ich traf, die mir anscheinend schon ansahen, dass ich keine Ahnung hatte, wohin ich musste und mir alle Auskunft anboten. Auf diese Art war es auch ganz einfach, mein Hostel zu finden.
Am nächsten morgen checkte ich ganz aufgeregt für meine Segeltour ein. Ich bekam nur eine kleine Tasche für mein Gepäck, mehr durften wir nicht mitnehmen… Meine Tasche platzte fast aus den Nähten und hatte einen Berg, aber es passte alles hinein. ;) Wir waren eine Truppe von 11 Leuten plus 2 Crewmitglieder. Am ersten Tag war das Wetter nicht so gnädig mit uns, es war bewölkt, begann immer mal kurz zu regnen und die Wellen wurden immer höher, woraufhin das Boot ordentlich schaukelte, man hielt es nur auf Deck aus, andernfalls wurden wir seekrank. Leider waren wir keine erprobten Seeleute, daher band keiner von uns sein Gepäck an, was sich als Fehler herausstellte, da unter Deck absolutes Chaos herrschte, seitdem alle Taschen ordentlich durcheinander gewirbelt wurden… Nun gut, von dem Moment an sicherte jeder sein Gepäck. ;) Über Nacht ankerten wir zwischen zwei Inseln und die See wurde etwas ruhiger. Dennoch wurden wir alle schön in den Schlaf geschaukelt. Am nächsten Tag segelten wir zunächst zu Whitsunday Island. Auf der Insel gab es einen Aussichtspunkt, von dem aus man viele der angrenzenden Inseln überblicken kann. Was sich da vor unseren Augen auftat, kann man einfach nur als Paradies bezeichnen! Weißer Puderzuckersand, türkisblaues Wasser in allen Farbintensitäten, grüne Inseln, strahlend blauer Himmel und die Sonne schien sich mit uns zu freuen. Ich versuchte krampfhaft, diesen Anblick so zu verinnerlichen, dass ich ihn nie wieder vergessen kann. Es sah aus, wie auf einer der schönen Traumpostkarten. Nachdem wir sicher waren, dass dieses Bild in unseren Köpfen gespeichert war, gingen wir hinunter an diesen wunderschönen Strand. Ben, unser Koch, erzählte uns, dass dort am „Whitehaven Beach“ der feinste Sandstrand der Welt auf uns wartete. Das war wirklich unglaublich! Ich machte einen Riesenspaziergang am Strand entlang, bevor ich mir schließlich diesen blöden Quallenanzug überwarf, den wir dort tragen mussten zum Schutz vor Quallen. Und dann war ich ein wenig unvorsichtig. Der Strand hatte die Form einer Halbinsel und ohne nachzudenken schwamm ich bis zur Spitze, wo ich plötzlich merkte, dass mich eine Strömung erfasste. Ich konnte zwar noch stehen, aber ich hatte ganz schön zu kämpfen, wieder an Land zu kommen. Huaaa, danach hatte ich etwas mehr Respekt und hielt mich nur noch in Ufernähe auf. ;) Ich sah sogar einen kleinen Hai, der war so ca. 50 cm groß.
Anschließend fuhren wir in eine andere Bucht und konnten dort schnorcheln. Das war zwar nicht mit dem Great Barrier Reef zu vergleichen, aber auch hier gab es unzählige bunte Korallenteppiche und Fische. Abends segelten wir in eine andere Bucht zum Ankern. Ben schien liebend gern zu fischen. Bisher war er damit ziemlich erfolglos gewesen, aber hier fing er einen Kalamaris nach dem anderen. Das war der Wahnsinn. Der Kapitän zeigte uns, wie man die säubert und jeder versuchte es mal. Ich hatte Glück, meiner hatte keine Tinte mehr im Körper und so war es keine allzu große Sauerei. ;) Anschließend hatten wir eine total leckere Zugabe zu unserem normalen Abendbrot. Hmmm, das war wirklich köstlich!!! Und weil dieser Tag noch nicht perfekt genug gewesen war, bekamen wir auch noch einen traumhaften Sonnenuntergang und später ein unglaubliches Sternenmeer in den Whitsunday Islands zu sehen… Am nächsten Tag konnten wir zunächst noch schnorcheln, bevor es dann endgültig zurück nach Airly Beach ging. meine segeltruppe
Dort holte ich mein restliches Gepäck aus dem Hostel und schlug ein wenig die Zeit tod, während ich darauf wartete, dass mein Bus fuhr. Dabei begegnete ich schon wieder so vielen, netten Leuten, dass ich selbst nicht glauben konnte, wie einfach es in Australien ist, Menschen kennen zu lernen.
Abends machte ich mich auf den Weg zum Bus und hatte nun 14 h Fahrt vor mir. Nach 2 Nächten auf dem Boot in einem zu kleinen Bett und einer Nacht im Bus freue ich mich jetzt wahnsinnig darauf, heute Nacht in einem richtigen Bett schlafen zu können! :)

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Newcastle, Sydney und Queensland

Eingestellt am 20. February 2011 um 16:41 Uhr

Hallo im kalten Deutschland! :)
Es wird mal wieder Zeit, dass ich mich melde und euch ein bisschen neidisch mache. ;) Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...
Ich hatte in Newcastle noch eine wundervolle Zeit! Sean erwies sich als überaus einfallsreicher und engagierter Reiseführer. Er zeigte mir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, führte mich in die leckersten Restaurants und konnte mir dort immer etwas empfehlen, was meinem Geschmack mehr als entsprach (als Koch weiß man sowas wahrscheinlich).Ich kostete unter anderem "banana bread" und Känguru, was ich beides total lecker fand! Wir gingen mit seinen Freunden aus und hatten jede Menge Spaß, veranstalteten spontane Partys oder gingen einfach nur an einem der traumhaften Strände spazieren.
Er zeigte mir auch alles Interessante in der Umgebung.
Einmal fuhren wir schnorcheln. das war sooo toll! Das Wasser war herrlich klar. Ich genoss diese farbenfrohe, lebhafte Unterwasserwelt und konnte mich daran gar nicht satt sehen. Ich erschreckte mich jedoch fast zu Tode, als plötzlich eine Qualle vor mir auftauchte. Die Pusteln von meiner letzten Begegnung mit einer Qualle habe ich immer noch... Sean fand das ziemlich amysant, erklärte mir dann jedoch schnell, dass diese Art ungefährlich sei und demonstrierte mir daraufhin, dass sie zu leuchten begannen, wenn man ihnen zu nahe klommt. Wow, das sah schön aus! :) Wir sahen sogar eine Moräne! Ich fand es sehr beunruhigend, dass sogar der sonst so unbesorgte Sean sie vorsichtig beobachtete. Die Moräne schien uns gar nicht zu mögen! Sie ließ uns nicht aus den Augen und jagte uns sogar ein wenig. Huaaahhh, der wollte ich echt nicht zu nahe kommen! Sean war ein wenig traurig, dass wir an diesem Tag keinen Haien begegneten, die es dort sonst wohl immer zu sehen gibt, aber ich fand das gar nicht so schlimm!
Ein anderer Ausflug führte uns ins "Hunter Valley", einem der bekanntesten und größten Australischen Weinanbaugebiete. Hier gab es unzählige Möglichkeiten für Weinverkostungen und wir nahmen einige davon in Anspruch. Einmal bekam ich sogar einen $90 Wein, ohne dass ich danach gefragt hatte. (Hab mich nicht getraut, wahrscheinlich konnte er Gedanken lesen...?) Nachdem die beiden Jungs, mit denen ich dort war, mir die Hälfte "weggekostet" hatten, fragte ich schüchtern, och ich noch ein wenig bekommen könnte, woraufhin ich zwar die empörte Antwort bekam, ob ich denn nicht wisse, dass es sich um $90 Wein handle, bekam dann aber noch ein ganzes Glas eingeschenkt. Hmmm, wie lecker!!! Die Jungs waren ganz neidisch. ;)
Einen anderen Tag verbrachten wir in Sydney im "Taronga Zoo" bei strahlendem Sonnenschein und ca. 30°C. Dort konnte ich endlich mal die ganze einheimische Tierwelt bestaunen, inklusive den Cassowary. Besonders gefallen hat mir, dass man auch die nachtaktiven Tiere beobachten konnte, da diese in dunklen Räumen untergebracht waren. Auf diese Weise bakam ich tatsächlich auch den Platypus und den Tasmanischen Teufel zu sehen. Aber natürlich lebten in dem Zoo auch alle anderen Tiere, die man dort zu sehen erhofft. Das war wirklich ein traumhaft schöner Nachmittag!
Nach dieser unvergesslichen Woche fiel mir der Abschied ganz schön schwer und ich war ein wenig traurig, alleine weiter zu reisen.
Da als nächstes Sydney auf dem Programm stand, legte sich jedoch alle Traurigkeit recht schnell. Zunächst stand ich mit der Stadt ein wenig auf Kriegsfuß, da ich mein Hostel partout nicht fand und in der Hitze mit meinem Rucksack danach suchen musste, aber nach unzähligen gefragten Passanten musste ich erkennen, dass ich bereits 4 Mal daran vorbei gelaufen war. Meine Unterkunft befand sich in "Kings Cross", dem Rotlicht- und Partyviertel Sydneys. Dort war ständig etwas los. :) Gleich nach meiner Ankunft machte ich mich auf, die Stadt zu erkunden. Nach etlichen interessanten Sehenswürdigkeiten kam ich in die "Royal Botanic Gardens", die mich sofort tief beeindruckten. Es gab dort sogar einen "Rainforest Walk", der mich in eine andere Welt versetzte. Ich war plötzlich umgeben von fremden Gerüchen und um mich herum war nur noch Regenwald und die Geräusche dort übertönten sogar den Großstadtlärm. Da waren nicht nur unzählige Vögel zu hören, sondern auch völlig fremdartige Töne, die ich zunächst gar nicht zuordnen konnte. Später entdeckte ich, dass sie von "Flying Foxes" (einer Fledermausart) stammten. Die stritten sich am hellichten Tag lautstark und ich hatte den Eindruck, dass sie sich ständig gegenseitig von den Ästen schubsten.
Als ich den wunderschönen Garten durchquert hatte, gelangte ich zu DER Attraktion in Sydney schlechthin! Vor mir taten sich das weltberühmte Opernhaus mitsamt der Habourbridge im Hintergrund auf. Was für ein Anblick! Obwohl ich das im TV und auf Bildern ja schon unzählige Male gesehen habe, ist es etwas völlig anderes, wenn man plötzlich live davor steht!
Der Anblick ist atemberaubend und ich musste mir immer wieder sagen, dass ich jetzt wirklich hier in Sydney war. Das war irgendwie so unwirklich...
Am nächsten Tag wartete ein neues Highlight auf mich; ich hatte einen Climb auf die Habour Bridge gebucht. Ganz aufgeregt kam ich dort an. Ich hatte Glück und war in einer sehr kleinen Gruppe von nur 5 Leuten. Wir mussten uns zunächst einander vorstellen, was ich als angenehm empfand, da dies eine sehr viel persönlichere Atmosphäre schaffte. Schließlich verbrachten wir ja sie nächsten 3,5 Stunden miteinander. Dann mussten wir unzählige Fragen über unsere Gesundheit beantworten und schließlich bekamen wir erste Instruktionen. Dabei wurden wir nach und nach eingekleidet in einen Overall und mussten uns einen Gürtel umlegen, der mich sehr an Bergsteiger erinnerte und der uns auf der Brücke sichern sollte. Die ganze Einweisung und Umzieherei dauerte schon eine Stunde, dann ging es endlich los. Anfangs war ich etwas ängstlich, da wir nur über ein dünnes Metallgitter liefen und alles sehen konnten, was sich unter uns abspielte. Wir liefen unter anderem über dem Highway und natürlich auch dem Hafen entlang. Wir erklommen etliche Leitern und schließlich liefen wür über eine Treppe, die sich auf einem breiten Metallträger befand, der alles weniger gefährlich aussehen ließ. Jetzt konnte ich völlig entspannt den atemberaubenden Ausblick über Sydney genießen! Es wurden ein paar Fotos von uns gemacht (wir durften aus Sicherheitsgründen nichts mitnehmen, nicht mal eine Kamera) uind wir hatten wirklich genug Zeit, um diesen unvergesslichen Anblick in uns aufzunehmen.
Am nächsten Tag schaute ich mir noch Chinatown an und genoss dort das leckere Essen und dann ging es auch schon weiter in Australiens Nordosten nach Cairns. Der Flug startete mit einiger Verspätung und auch mit meinem Transfer und dem Hostel lief nicht alles wie geplant, aber die Schwierigkeiten verflüchtigten sich schnell. Die Unterkunft war supergünstig und beinhaltete sowohl den Airport Shuttle, als auch Frühstück, Abendbrot und sogar den Shuttle zum Restaurant, in dem wir unser Abendbrot bekamen. Zwar standen uns dort nur eine sehr begrenzte Anzahl von gerichten zur Verfügung, aber was will man als Backpacker mehr? Ich überlege immernoch, wo der Haken an der Sache ist und ob das Hostel denn an uns verdient. Hmm, wahrscheinlich typisch deutsch, diese Einstellung. ;)
Heute erwartete mich dann eine der besten Touren meines Lebens! Ich fuhr in den "Daintree Rainforest". Zunächst sammelte unser Busfahrer John nach und nach alle teilnehmer ein, wobei er uns sofort den anderen vorstellte und sich alle unsere Namen und Nationalitäten merken konnte, was ich ziemlich beeindruckend fand. Wir waren eine Gruppe von 12 Personen. Schon die ca. zweistündige Hinfahrt war alles andere als langweilig, John konnte uns zu allem, was wir unterwegs sahen etwas erzählen, so verging die Zeit wie im Flug. Dort angekommen stiegen wir alle in ein Boot um und machten uns auf dem Daintree River auf die Suche nach Krokodilen. Wir bekamen sogar ein kleines, ca. 50 cm großes Babykrokodil zu sehen. Auch der Rest der Bootstour war unglaublich schön! Unser Kapitän erklärte uns alles Mögliche über die ganzen Mangroven, ihre Fortpflanzung, ihren Umgang mit dem Salzwasser, ihre Früchte usw. Anschließend ging es wieder in den Jeep und wir fuhren ein Stück weiter, immer mit wachem Blick, ob vielleicht ein Cassowary unseren Weg kreuzte, und dann machten wir mit John einen Spaziergang auf einem der vielen Wanderpfade durch den Regenwald. Wow, ich war so tief beeindruckt, dass ich die ganze Zeit nur herumwundern konnte. Ich war total verliebt in diese Gegend! Am liebsten hätte ich mich irgendwo versteckt und wäre heimlich dort geblieben! Aber das sollte mir an dem Tag noch häufiger so gehen. :)
John erklärte uns alles über die Tiere und Pflanzen, die unseren Weg kreuzten. Er wusste wirklich alles!!! Leider mussten wir den Walk etwas abkürzen, da durch vorangegangene Unwetter der Weg blockiert war. Ich versuchte, alle Geräusche, Gerüche und die überhaupt alles dort in mich aufzusaugen, damit ich das bloß niemals vergesse!!! Das war einer der schönsten Anblicke, die ich je hatte!
Aber wir konnten ja nicht ewig dort bleiben. Anschließend fuhren wir zu einer Art Raststätte. Dort grillte John uns leckere Steaks und dazu bekamen wir verschiedene Salate. Während unser armer Reiseleiter sich um unser Essen kümmerte, konnten wir mit dem Besitzer der Raststätte Kängurus füttern. Die waren total zahm und ließen sich auch streicheln. Das war natürlich ein Erlebnis. :)
Nach dem köstlichen Essen ging es weiter. Wir fuhren wieder tiefer in den Regenwald zu enem Süßwasserfluss. Dort veranstaltete John für uns eine Art Picknick. Er tischte einige tropische Früchte auf, erklärte uns etwas über sie und dann durften wir sie essen, Dazu gab es Daintree Tee, der dort frisch auf einem Campingkocher für uns zubereitet wurde. Lecker! Und als i- Tüpfelchen durften wir auch noch in diesem glasklaren Fluss mitten im tropischen Regenwald baden. Selbst in ca. 2m Tiefe konnte man noch fast jedes Steinchen auf dem Grund erkennen. Es war herrlich erfrischend und ein schöneres Ambiente für ein Bad kann man sich ja gar nicht vorstellen, oder?! Auch hier wollte ich nicht mehr weg!
Aber das war noch immer nicht alles. Zum Abschluss fuhren wir noch zum "Cape Tribulation". Das war der Wahnsinn. Uns erwartete dort weißer Sandstrand, gesäumt von bis ins türkisblaue Meer hineinwachsenden Mangroven unter einem noch immer strahlend blauen Himmel. Wer wäre davon nicht verzaubert?
Ich war es! Leider verflog die Zeit viel zu schnell, wie immer, wenn man etwas Tolles erlebt, und wir mussten den Regenwald wieder verlassen.
Zurück im Hostel buchte ich gleich noch eine weitere Nacht hier in Cairns und nun plane ich eine Schnorcheltour im Great Barrier Reef, bevor es weiter gen Süden geht.
Ich hoffe, mein Endlosroman hat euch tatsächlich etwas neidisch gemacht und freue mich über Kommentare! :)
Eure Andrea.

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hindernisreiche Ankunft aber alles wird gut

Eingestellt am 11. February 2011 um 01:23 Uhr

Andreas Hohensee, Newcastle - Australien.
Hallo! :) Nachdem ich nun endlich Internetanschluss habe, möchte ich auch endlich von meinen Abenteuern am anderen Ende der Welt berichten.
Momentan bin ich in Newcastle bei Freunden, die sich total lieb um mich kümmern und dabei selbst viel Neues in ihrer eigenen Stadt erleben. Aber bis zu diesem herrlichen, entspannten Urlauberleben war es zumindest für mich ein etwas holpriger Weg:
Schon mein Flug verlief nicht nach Plan. Statt der geplanten zwei Zwischenstops hatten wir nur den einen in Dubai und ließen, warum auch immer, den in Kuala Lumpur aus. Dadurch war ich natürlich wesentlich früher als geplant in Melbourne, was ja nicht so schlimm gewesen wäre, hätte ich ein Hostel für diese Nacht gebucht. Ich stand nun also mitten in der Nacht auf diesem Flughafen und versuchte zumindest erst mal in die Stadt zu kommen. Nach langer Suche und vielem Geldgewechsle ergatterte ich schließlich einen Bus. Im Zentrum angekommen, beschloss ich, das Hostel aufzusuchen, dass ich für die nächsten zwei Nächte gebucht hatte. Zunächst versuchte ich mein Glück zu Fuß, entschied mich jedoch schnell um und nahm ein Taxi. Am Hostel angekommen wurde ich schon wieder leicht unsicher, weil dort alles dunkel war. Aber die hatten doch eine 24- Stunden Rezeption...? Oder? Na ich ging erst mal rein und tatsächlich war dort jemand. Das war schon mal gut. Sie hatten auch ein Bett für mich, jedoch war das komplette Hostel nach einer Überflutung ohne Strom und hießes Wasser. Das war mir jedoch nachts um 2 Uhr völlig egal, ich wollte nach diesem Endlosflug nur noch ins Bett! Das Hostel blieb ganze zwei Tage ohne Strom, die Australier bewiesen jedoch echtes Improvisationstalent und alle Gäste erhielten einen satten Rabatt, der es einem Backpacker ziemlich leicht macht, kalt zu duschen. ;)
Melbourne empfand ich dann völlig anders als jede andere Stadt, in der ich je war. Es erschlug mich förmlich, aber ich schiebe das ja auf den Jetlag! ;) Ich versuchte zunächst, Internetanschluss zu bekommen und kaufte mir ein Modem. Es dauerte jedoch ganze zwei Tage und kostete mich einiges an Nerven, mein Internet zum Laufen zu kriegen. In der Zwischenzeit besuchte ich jedoch auch viele Sehenswürdigkeiten in Melbourne, wie die staatliche Bibliothek, St. Pauls Cathedral und das alte Gefängnis der Stadt. Dort bekam ich sogar eine Führung, in der man wie ein gerade inhaftierter Verbrecher behandelt wurde. Ich musste alles mögliche angeben wie Namen, Verbrechen, Augenfarbe, Narben, Piercings, Tattoos und so. Meine Sachen wurden durchsucht nach unerlaubten Gegenständen wie Messern oder auch Schnürsenkeln und schließlich wurde ich mit drei anderen in eine Zelle gesperrt. Kurze Zeit später ging dort auch noch das Licht aus.Huaaahhh, das war schon ein wenig gruselig! ;)
Den Aussichtsturm in Melbourne fand ich auch beeindruckend. Man hatte in 300 m Höhe einen fantastischen Ausblick über die Stadt.
Mittwoch Abend ging es weiter nach Newcastle. Darauf freute ich mich besonders, da ich hier Freunde besuchen wollte, die ich auch einer früheren Rucksacktour durch Spanien kennen gelernt hatte. Ich wurde sogar vom Flughafen abgeholt. :) Seitdem lebe ich jetzt in einem riesigen Haus, dass sich 6 bis 8 Freunde teilen. (die genaue Anzahl weiß niemand so genau) Als einzige Frau hier, werde ich fast königlich bedient und die Jungs überlegen sich die ganze Zeit, was ich hier unbedingt sehen muss. Das ist so süß von ihnen! :) Gestern, am Donnerstag, waren wir im "Blackbutt Reserve" Park. Dort hatte ich die Möglichkeit, einen Koalabären zu streicheln. Die sehen immer so weich und fluffig aus, es fühlt sich jedoch an, als würde man ein Schaf berühren. ;) Auch ein Wallaroo, eine kleine Känguru- Art, ließ sich von mir streicheln. Er saß ganz dicht am Zaun und schnupperte immer mal wieder an meiner Hand, ließ sich sonst aber überhaupt nicht stören. Nach diesem für mich sehr aufregendem Erlebnis ging es schließlich endlich an den Strand. Der sah sooo toll aus! Ich wäre wahrscheinlich schon glücklich gewesen, wenn ich ihn den ganzen Tag über nur angeschaut hätte. Aber es kam noch besser, ich stürzte mich sogar in diese einladenden Fluten. :) DIe Wellen erschienen mir riesig (ich musste mir sagen lassen, dass sie klein waren) und es machte einen Heidenspaß zu baden. Ich bekam erst genug davon, als mein Kumpel Sean mich irritiert fragte, ob ich mich irgendwie komisch fühlte, woraufhin ich mich näher mit diesem eigenartigen Kribbeln in meinem rechten Arm beschäftigte. Er meinte, das war eine Qualle. Huuaaaa!!! Jetzt aber raus aus dem Wasser!!! Dieses eigentümliche Gefühl, als hätte man in einen Busch Brennesseln gefasst, dauerte ca eine Stunde an. Danach verschwanden auch die Rötung und die Pusteln. Sean erzählte mir, dass es eine sehr kleine Qualle gewesen sein muss und wir Glück hatten. Manchmal muss man sie richtig von der Haut abziehen, was zur Folge hat, dass einem dann natürlich auch die Hand weh tut... Normalerweise würden auch Warnschilder am Strand stehen, wenn Quallen in der Nähe waren.
Am Abend wurde ich herrlich bekocht und ein paar Freunde kamen zu Besuch. Nach einem so traumhaften Tag kann man Australien doch einfach nur lieben!

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Ende Neuseeland und Amerika

Eingestellt am 28. January 2011 um 06:54 Uhr

maori

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Neuseelands Nordinsel

Eingestellt am 06. January 2011 um 11:27 Uhr

Nordinsel

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Ende der Südinsel...

Eingestellt am 14. December 2010 um 04:54 Uhr

Wanaka abel tasman whateriki marlborough sound

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Neuseeland Southland and Fjordlands

Eingestellt am 26. November 2010 um 11:03 Uhr

Neuseeland Catlins Fjordlands

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Neuseeland Ostkueste

Eingestellt am 16. November 2010 um 11:48 Uhr

Der Beginn

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Kleine Anreiseschwierigkeiten für Björn und Amelie

Eingestellt am 04. November 2010 um 12:06 Uhr

Anreise Björn, Amelie

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Australien Teil 1

Eingestellt am 31. October 2010 um 04:08 Uhr

Australien teil 1

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Singapur

Eingestellt am 14. October 2010 um 09:03 Uhr

Singapur

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Reisedaten

Eingestellt am 04. October 2010 um 14:13 Uhr

Reisedaten
Maren
Björn und Amélie

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Lust hier zu bloggen?

Eingestellt am 28. May 2010 um 10:20 Uhr

Blogger gesucht

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